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Der Sündenfall und die Vertreibung aus dem Paradies

Sündenfall und Vertreibung aus dem
Paradies (frei nach Genesis, Kapitel 3)


Naschverbot im Himmelsgarten?
Eher nicht was wir erwarten.

Eva war es etwas bange,
doch dann sprach zu ihr die Schlange:


„Sterben wirst du dadurch nicht.“
Weiter dann die Schlange spricht:

„Diese Frucht ist wirklich heiß,
wissen wirst du, was Gott weiß.“

Eva aß, danach ihr Mann.
Adam sah sich Eva an.
Dachte sich: „Mein Gott, wie böse,
Eva hat ja eine Möse.“

Adam zierte Sack und Glied.
Eva sah den Unterschied.

Machten sich ne Feigenhose.
(Diagnose: Sexneurose.)

Haben sich dann schnell versteckt,
dass der Herr sie nicht entdeckt.
Doch im Fall des Sündenfalles
checkte Jahwe sofort alles:

„Sag mir, Adam, wo du bist!
Warum hast du dich verpisst?“
(Logisch ist die Frage Mist,
weil der Herr allwissend ist.)

Adam drauf: „Ich bin ganz nackt,
darum hat mich Furcht gepackt.“
„Wer hat dir das denn gesagt?“,
hat der Herr zurückgefragt.

„Hast du von dem Baum genommen,
soll mein Zorn dich überkommen!“
„Herr, verschone meinen Leib,
diese Frucht gab mir das Weib.“

Jahwe sprach drum Eva an:
„Warum hast du das getan?“
Eva sprach: „Ich ward betrogen,
denn die Schlange hat gelogen.“

Jahwe sprach direktemange
diese Worte zu der Schlange:
„Weil du Böses hast getan,
fresse Erde nun fortan.

Menschen sollst du giftig stechen,
strafen sie für ihr Verbrechen.“
Und zu Eva sprach er dann:
„Dein Verlangen sei der Mann.

Schwanger werde und beim Kreißen
soll es dir den Leib zerreißen.“
Und zu Adam sprach er schließlich:
„Deine Tat stimmt mich verdrießlich.

Folgtest deines Weibes Rat,
strafen will ich deine Tat.
Ich verfluche deinen Acker,
also gehe hin und racker

dich auf deinen Feldern ab,
bis zu Staub du wirst im Grab.“
Jahwe wurde richtig fies:
„Raus aus meinem Paradies!“

Fortan war die Sünde erblich,
und die Menschen wurden sterblich.
Unerfüllter Menschheitstraum
blieb die Frucht von Lebensbaum.

Denn den Baum des Lebens
sucht man nun vergebens.

Zwei Cherubim mit Flammenschwert
verhindern, dass zurück man kehrt.

Trotz des Herren strenger Mahnung:
beide hatten keine Ahnung.
Wussten nicht, was bös und gut,
was man lässt, und was man tut.

Wegen einer Schlangenlist
wurde Gott zum Exorzist.
Und so weiß heut jeder Christ,
dass der Herrgott reizbar ist.

Theologen von Beruf
rätseln, wer das Böse schuf.
Gott war´s nicht, so viel steht fest.
Der hasst Böses wie die Pest.

Doch es bleiben arge Zweifel:
Wer zum Teufel schuf den Teufel?
de.wikipedia.org/wiki/Teufel

Ganz gewitzte Theologen
haben daher schon erwogen,
dass der böse Antichrist
Teil des lieben Gottes ist.

Denn aus Güte schuf Gott kaum
den verfluchten Früchtebaum
und der schwachen Menschen Sucht
nach dem Fleisch der süßen Frucht.

In der lateinischen Übersetzung heißt es: Eritis sicut deus, scientes bonum et malum (Ihr werdet sein wie Gott und erkennt Gut und Böse). Dass die Früchte am Baum der Erkenntnis meist als Äpfel dargestellt werden, könnte daran liegen, dass „malum“ sowohl „das Böse“ wie auch „Apfel“ bedeutet.