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Amazon und BoD zensieren die Titelbilder meiner kleinen Reimbibeln

Auf den Titelseiten von drei meiner vier kleinen Reimbibeln war ein Foto des 1531 entstandenen Gemäldes von Lukas Cranach d. Ä. zu sehen: Adam und Eva im Paradies (Sündenfall).
Hier die Titelseite der Gesamtausgabe:

Am 17.01.2024 schrieb mir BoD zu meiner Überraschung:
„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass verschiedene Shops, Bücher mit nackten Brüsten auf dem Cover nicht in ihr Sortiment aufnehmen oder nachträglich sperren. Dabei wird nicht unterschieden, ob es sich um Fotografie oder ein gemaltes Bild (also auch um Kunst) handelt. Wir möchten Sie bitten das Bild auf dem Frontcover auszutauschen. Ein Bild, auf dem keine nackten Brüste zu erkennen sind.“

Ich habe mir daraufhin angesehen, wie Amazon meine Reimbibeln ankündigt:
Gesamtausgabe: kein Titelbild
Das Beste aus Klosterhalfens kleiner Reimbibel: Titelbild mit Adam und Eva
Das Alte Testament: kein Titelbild
Das Neue Testament: kein Titelbild

Bei allen E-Books wird das Titelbild weggelassen.

Dann habe ich am 25.01.2024 an jugendschutz@amazon.de das Folgende geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herrn,
Amazon hat seit 1989 von mir verfasste Bücher vertrieben. Zuletzt waren es vier Bücher, siehe https://reimbibel.de. Drei davon hatten als Titelbild „Adam und Eva im Paradies (Sündenfall)“ von Cranach d. Ä. aus dem Jahr 1531. Während Cranach, der mit Luther befreundet war, etliche Versionen dieses berühmten Gemäldes trotz der nackten Brüste Evas verkaufen konnte, hat Amazon drei meiner Bücher wegen der nackten Brüste Evas, die etwa 0,5 Quadratzentimeter der postkartengroßen Titelbilder ausmachen, Anfang 2024 aus dem Sortiment genommen. Das Gleiche geschah mit meinem Buch zum Neuen Testament, das Jesus mit nacktem Oberkörper am Kreuz zeigt.
Für die Bildrechte habe ich der bpk-Bildagentur über 500 € bezahlt. Aus diesem Grund und weil es aus meiner Sicht keine besseren, das Christentum charakterisierenden Bilder gibt, möchte ich nicht dem Vorschlag von Books on Demand (Norderstedt) folgen, die beanstandeten Bilder auszutauschen.

Kinder und Jugendliche sind heutzutage massiv durch pornographische Darstellungen im Internet gefährdet. Aber sie werden mir zustimmen, dass von den von mir verwendeten beiden Bildern – abgesehen von der Grausamkeit der Kreuzigung – keine besondere Gefahr ausgeht.
Geschädigt werde derzeit nur ich als Autor, der von seiner grundgesetzlich garantierten Meinungs-, Kunst- und Wissenschaftsfreiheit weiterhin ungehindert Gebrauch machen möchte und die von Amazon vorgenommene Zensur für völlig überzogen hält. Es scheint sich dabei um eine unheilvolle Kombination von „Nippelalarm“ rufender künstlicher „Intelligenz“ und US-amerikanischer Prüderie zu handeln.
Ich möchte Sie daher bitten, darauf hinzuwirken, dass Amazon wieder die o.a. vier Bücher von mir auch in gedruckter Form vertreibt.
Mit freundlichem Gruß
Dr. Wolfgang Klosterhalfen

Darauf habe ich keine Antwort bekommen.

In der Annahme, dass ich gegen diesen (religiösen?) Wahnsinn nichts machen kann, bekommen Evas kleine Brüste nun einen Zensur-Balken.
Beim Neuen Testament werde ich es erst noch einmal mit Jesus am Kreuz versuchen.
Fortsetzung folgt.

Hier noch das Titelbild zum Neuen Testament: