9.8.2026
Christen ist nicht nur das Neue Testament, sondern auch das Alte Testament heilig. Darin sind viele Regeln enthalten, die heutigem Rechtsempfinden widersprechen, fürchterliche Folgen hatten und zum Teil noch haben. Hier einige Beispiele:
Zur Frau sprach er: Viel Mühsal bereite ich dir und häufig wirst du schwanger werden. / Unter Schmerzen gebierst du Kinder. Nach deinem Mann hast du Verlangen und er wird über dich herrschen. (1. Buch Mose, Kap. 3, 16)
Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie. (1. Buch Mose, Kap. 1, 28)
Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation. (2. Buch Mose, Kap. 20,5)
Wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt oder verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden. (2. Buch Mose, Kap. 21,15 u. 17)
Eine Zauberin (früher: Hexe) sollst du nicht am Leben lassen. (2. Buch Mose, Kap. 22,17)
Den Erstgeborenen unter deinen Söhnen sollst du mir geben. (2. Buch Mose, Kap. 22,28b)
14 Darum haltet den Sabbat; denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entweiht, hat den Tod verdient; denn jeder, der an ihm eine Arbeit verrichtet, soll aus der Mitte seiner Stammesgenossen ausgemerzt werden. (2. Buch Mose, Kap. 31)
Todesstrafe, wenn ein Opfertier nicht vor dem Offenbarungszelt geschlachtet wird. (3. Buch Mose, Kap. 17,3 u. 4)
Todesstrafe für Homosexualität und sonstiges sexuelles Fehlverhalten. (3. Buch Mose, Kap. 18,22, 20,13)
Steinigung wegen Gotteslästerung. (3. Buch Mose, Kap. 24)
Steinigung wegen Holzsammelns am Sabbat. (4. Buch Mose, Kap. 15)
16 Aus den Städten dieser Völker jedoch, die der HERR, dein Gott, dir als Erbbesitz gibt, darfst du nichts, was Atem hat, am Leben lassen.
17 Vielmehr sollst an den Hetitern und Amoritern, Kanaanitern und Perisitern, Hiwitern und Jebusitern den Bann vollziehen, … (5. Buch Mose, Kap. 20)
Die schönen Töchter der Feinde dürfen gefangen und nach einem Monat geehelicht, d.h. vergewaltigt werden. (5. Buch Mose, Kap. 21)
Söhne, die störrisch und widerspenstig sind, sollen gesteinigt werden. (5. Buch Mose, Kap. 21)
50: Paulus hetzt gegen die Juden: „Denn ihr, Brüder und Schwestern, seid Nachfolger geworden der Gemeinden Gottes in Judäa, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt dasselbe erlitten von euren Landsleuten, was jene von ihren erlitten haben, den Juden, die den Herrn Jesus getötet haben und die Propheten und die uns verfolgt haben und die Gott nicht gefallen und allen Menschen feind sind, indem sie uns hindern, den Heiden zu predigen zu ihrem Heil, um das Maß ihrer Sünden allenthalben voll zu machen. Aber der Zorn Gottes ist schon bis zum Ende über sie gekommen.“ (Brief des Paulus an die Thessalonicher, 2, 14-16)
54: 7 Der Mann darf sein Haupt nicht verhüllen, weil er Bild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist der Abglanz des Mannes. 8 Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann. 9 Der Mann wurde auch nicht für die Frau erschaffen, sondern die Frau für den Mann. … Wie es in allen Gemeinden der Heiligen üblich ist, 34 sollen die Frauen in den Versammlungen schweigen; es ist ihnen nicht gestattet zu reden: Sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. 35 Wenn sie etwas lernen wollen, dann sollen sie zu Hause ihre Männer fragen; denn es gehört sich nicht für eine Frau, in der Versammlung zu reden. (1. Brief des Paulus an die Korinther, Kap. 11 und 14)
56: Laut Paulus hat Gott die Gottlosen bestraft, indem er sie zu homosexuellen Männern und Frauen gemacht habe. Sie seien „voll Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier und Bosheit, voll Neid, Mord, Streit, List und Tücke, sie verleumden und treiben üble Nachrede, sie hassen Gott, sind überheblich, hochmütig und prahlerisch, erfinderisch im Bösen und ungehorsam gegen die Eltern, sie sind unverständig und haltlos, ohne Liebe und Erbarmen. Sie erkennen, dass Gottes Rechtsordnung bestimmt: Wer so handelt, verdient den Tod. “ (Brief an die Römer, Kap. 1, 29-32)
56: 1 Jeder ordne sich den Trägern der staatlichen Gewalt unter. Denn es gibt keine staatliche Gewalt außer von Gott; die jetzt bestehen, sind von Gott eingesetzt. 2 Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die Ordnung Gottes, und wer sich ihm entgegenstellt, wird dem Gericht verfallen. 3 Vor den Trägern der Macht hat sich nicht die gute, sondern die böse Tat zu fürchten; willst du also ohne Furcht vor der staatlichen Gewalt leben, dann tue das Gute, sodass du ihre Anerkennung findest! 4 Denn sie steht im Dienst Gottes für dich zum Guten. Wenn du aber das Böse tust, fürchte dich! Denn nicht ohne Grund trägt sie das Schwert. Sie steht nämlich im Dienst Gottes und vollstreckt das Urteil an dem, der das Böse tut. 5 Deshalb ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um der Strafe, sondern auch um des Gewissens willen. (Brief des Paulus an die Römer, Kap. 13)
Daran haben sich mit einer Ausnahme (von Preysing) alle deutschen Bischöfe gehalten, Hitlers Kriege und bei der Verfolgung von Juden geholfen. Die russisch-orthodoxe Kirche unterstützt die staatliche Gewalt gegen die Ukraine als einen heiligen Krieg.
70: Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verurteilt werden. (Markus 16,16)
80: Laut Matthäus rufen Juden: „Ans Kreuz mit ihm. … Sein Blut komme über uns und unsere Kinder.“ (Matthäus 27, 22-25)
Jesus droht immer wieder mit der Hölle. https://reimbibel.de/unsympathisches-von-jesus
80-100: 11 Eine Frau soll sich still und in voller Unterordnung belehren lassen. 12 Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten. (1. Brief des „Paulus“ an Timotheus, Kap. 2)
100: Laut Johannes sagt Jesus zu Juden: „Ihr habt den Teufel zum Vater und ihr wollt das tun, wonach es euren Vater verlangt. Er war ein Mörder von Anfang an.“ (Johannes 8,44)
306: Auf der Synode von Elvira um das Jahr 306 wurde Christen erstmals verboten, die Ehe mit Juden einzugehen. Dies sollte verhindern, dass sich christliche und jüdische Familien vermischten oder der christliche Glaube geschwächt wurde.
325: Auf dem Konzil von Nicäa werden die Arianer, die Jesus nicht für göttlich hielten, verdammt und des Landes verwiesen. Ihre Bücher werden verbrannt. https:www.reimbibel.de/KvN.pdf
346: „Es wurde beschlossen, dass in allen Orten und Städten die Tempel unverzüglich geschlossen und der Zutritt für alle verboten werden soll und dass allen die Erlaubnis zum Begehen von Verbrechen entzogen werden soll. Wir wollen auch, dass sich alle von Opfern enthalten. Und wenn jemand dennoch etwas dergleichen begeht, soll er durch das rächende Schwert niedergerungen werden.“ Kodex Theodosius, Google-Translate
Ab 370: Martin von Tours (St. Martin) lässt heidnische Kultstätten zerstören und dort Kirchen bauen.
381: Kaiser Theodosius verpflichtet alle Bürger Roms dazu, Christen zu werden, und erlässt Gesetze gegen Häretiker.
https://hpd.de/artikel/sieg-des-katholizismus-und-dem-verlust-an-menschlichkeit-15987
388: Christen zerstören zum ersten Mal eine Synagoge.
391: Kaiser Theodosius I. erhebt das Christentum zur Staatsreligion und verbietet alle heidnischen Kulte. „Wir ordnen an, dass die verderbliche Seuche der Häretiker aus den Städten vertrieben, Dörfer dem Erdboden gleichgemacht und keine Klöster eröffnet werden, damit sich keine gotteslästerliche Schar solcher Männer an einem Ort versammelt.“ Codex Theodosianus, Google Translate
395: „Unter den Begriff der Ketzer fallen diejenigen, die auch nur durch geringfügige Argumentation vom Urteil des katholischen Glaubens und Weges abweichen.“ Codex Theodosianus, Konstantinopel, Google Translate
408: „Daher ordnen wir die Bestrafung mit gerechter Feindschaft gegen alle an, die etwas unternommen haben, was der katholischen Konfession widerspricht.“ „Codex Theodosianus, Google Translate
410: „Alle Feinde des heiligen Gesetzes sollen wissen, dass sie mit Ächtung und Blutvergießen bestraft werden, sollten sie es wagen, sich erneut öffentlich zu treffen und die verabscheuungswürdige Frechheit ihres Verbrechens zu begehen.“ Codex Theodosianus, Google Translate
415: „Alle sollen wissen, dass diejenigen, die sich in ihren Riten durch Ketzerei und Aberglauben verstrickt haben, Feinde des heiligen Gesetzes, mit Ächtung und Blutvergießen bestraft werden, sollten sie es wagen, ihr Verbrechen öffentlich zu begehen, damit keine wahre und göttliche Ehrfurcht durch Ansteckung gefährdet wird.“ Codex Theodosianus, Google Translate
438: Kaiser Theodosius II. verbietet den Juden alle Ämter und den Bau neuer Synagogen.
507: Nach einem Wagenrennen in Daphne bei Antiochia in der Türkei wird die örtliche Synagoge zerstört, nachdem man die betenden Juden umgebracht hat.
529: Der römische Kaiser Justitian I. lässt die neuplatonische Philosophenschule in Athen schließen.
562: Der römische Kaiser Justinian I. lässt heidnische Bücher, Bilder und Götterstatuen verbrennen. Pflicht zur Kindstaufe, Todesstrafe für heidnischen Glauben oder Abfall vom Glauben.
565: Der römische Kaiser Justinian I. lässt in Athen die letzte Philosophieschule schließen.
694: Das 17. Konzil von Toledo beschließt, die Juden zu versklaven, ihr Eigentum zu konfiszieren, und ihre Kinder zur Taufe zu zwingen.
722 wurde der Missionar Bonifatius von Papst Gregor II. zum ersten Missionsbischof ernannt. Im darauffolgenden Jahr (723) fällte er im nordhessischen Geismar (heute ein Stadtteil von Fritzlar) die Donareiche, ein wichtiges germanisches Heiligtum. Aus dem Holz errichtete er eine Petrus-Kirche. Google
772-804: Kriege Karls des Großen gegen die Sachsen mit Zwangsumsiedlungen und Zwangsmissionierungen, Gründung von Bistümern in Paderborn, Münster, Bremen, Minden, Verden und Osnabrück.
800: Konstantinische Schenkung (eine Fälschung). https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantinische_Schenkung
800: Insbesondere nach seiner Kaiserkrönung im Jahr 800 sah er seine Herrschaft – auf der Basis antiker und christlicher Vorstellungen – durch göttliches Recht legitimiert. Davon zeugen Titulaturen wie a deo coronatus imperator, „von Gott gekrönter Kaiser“. Karl verstand sein Reich als eine Einheit von Staat, Kirche und Religion.
1010 ließ der Bischof von Limoges die Juden der Stadt, die sich nicht zum Christentum bekehren wollten, vertreiben oder umbringen. 1095: Papst Urban ruft zum ersten Kreuzzug auf. www.reimbibel.de/1095.pdf
1054: Am 16. Juli 1054 legte eine päpstliche Gesandtschaft unter der Führung von Kardinal Humbert von Silva Candida eine Bannbulle auf den Altar der Hagia Sophia in Konstantinopel. Diese enthielt die Exkommunikation (Ausschluss aus der Kirche) des Patriarchen Michael Kerullarios. Der Patriarch reagierte kurz darauf mit einer Gegenexkommunikation. Die Entfremdung zwischen West- und Ostkirche zog sich über Jahrhunderte hin. Die theologischen Differenzen sind eher klein. Zum endgültigen Bruch kam es durch die Plünderung Konstantinopels im Jahr 1204. Google
1095: Papst Urban II. ruft zu einem Kreuzzug auf, bei dem u.a. Jerusalem eingenommen werden sollte. Papst Urban II. rechtfertigte Gewalt gegen Gegner der Kirche mit dem Grundsatz, dass die Tötung von Exkommunizierten aus „Eifer für die Mutter Kirche“ (lateinisch zelo matris ecclesiae) kein Mord sei. Diese theologische Argumentation wurde unter anderem vom Kirchenreformer Manegold von Lautenbach vertreten und diente als Legitimation für die Kreuzzüge sowie die Verfolgung von Abweichlern. Google
1096: Zu Beginn des Ersten Kreuzzugs wurden Tausende Juden erschlagen, im Ganzen vielleicht 12.000. Unter anderem waren betroffen: Worms am 18.5.1096, Mainz am 27.5.1096 (1100 Personen), Köln, Neuss (200 Opfer), Eller, Altenahr, Wevelinghoven (300 Opfer), Xanten, Moers, Dortmund, Kerpen, Trier, Metz, Regensburg, Prag.,
1098: Eroberung von Antiochia und Ermordung aller nicht-christlichen Einwohner. Weil es den Kreuzfahrern an Nahrung fehlte, plünderten sie auf der Suche nach Nahrugleng das weitere Umland. Dabei kam es im Dezember 1098 bei der Eroberung der Stadt Maarat an-Numan zu Kannibalismus; Radulf von Caen berichtete: „In Maara kochten unsere Leute die erwachsenen Heiden in Kesseln, zogen die Kinder auf Spieße und aßen sie geröstet.“ Wikipedia
1099: Einnahme von Jerusalem, 3000 Opfer (Muslime, Juden, koptische und syrische Christen). Wikipedia
1100: Haifa wird von Kreuzfahrern erobert. Die meisten Juden fallen einem Blutbad zum Opfer. Nur einigen wenigen gelingt die Flucht nach Akko oder Caesarea.
1147: Ebenfalls zu Anfang des Zweiten Kreuzzugs erschlug man in den französischen Orten Ham, Sully, Carentan, und Rameru mehrere Hundert Juden.
1147: Der Wendenkreuzzug von 1147 war ein vom Papst genehmigter Feldzug sächsischer, dänischer und polnischer Fürsten gegen die heidnischen Elbslawen (Wenden). Er war Teil des Zweiten Kreuzzugs, diente jedoch vorrangig der Ausweitung weltlicher Herrschaftsansprüche, der Sicherung von Grenzen sowie der Zwangschristianisierung. Google https://de.wikipedia.org/wiki/Wendenkreuzzug
1163 verbietet Papst Alexander III. […] allen Klerikern das Studium der Physik.
1179: 3. Laterankonzil, Kanon 26: Juden dürfen Christen nicht anklagen und können nicht Zeugen gegen Christen sein.
1179 berief Papst Alexander III. (1159–1181) das Dritte Laterankonzil ein. §27 der Konzilsbeschlüsse bildet den ersten strengen Erlass gegen Häretiker, konkret gegen die Katharer gerichtet: Diese sowie alle, die sie verteidigten oder aufnahmen, sollten fortan als exkommuniziert gelten. Ihre Güter sollten eingezogen und ihnen auch ein kirchliches Begräbnis vorenthalten werden. https://www.aref.de/kalenderblatt/mehr/inquisition_warum.htm
1184 verfügte Papst Lucius III. in der Bulle Ad abolendam, dass die Bischöfe die Pfarreien in ihrer Diözese zwei- bis dreimal im Jahr aufsuchen sollten, um nach Menschen mit abweichenden religiösen Anschauungen zu fahnden. Die Zeit.
1189/90: Die jüdischen Gemeinden Englands plünderte man aus Anlass des Dritten Kreuzzugs. Etwa 500 Juden werden allein in York niedergemetzelt. In St. Edmund ermorden Kreuzfahrer 57 Juden und finanzieren mit deren Vermögen ihren Kreuzzug. An diesem Kreuzzug, der bis 1193 dauerte, nahmen auch Kaiser Friedrich I. (Barbarossa), König Philipp II. von England und König Richard I. (Löwenherz) von England teil. Es gelang nicht, das von Sultan Saladin 1187 eingenommene Jerusalem zurückzuerobern.
1191: Etwa 100 Menschen, nahezu die gesamte jüdische Gemeinde in Bray in Frankreich sterben auf dem Scheiterhaufen, nachdem sie die Taufe abgelehnt hatten.
1199: Am 25. März 1199 erließ Innozenz III. die Dekretale Vergentis in senium. Darin ordnete er die Konfiskation der Güter von Ketzern und deren Unterstützern an und stellte Ketzerei rechtlich mit dem Verbrechen des Hochverrats gleich. Zudem verbot er Laien die freie Bibellektüre, um gegen die Waldenser und Katharer vorzugehen. Google
1204: Plünderung des christlichen Konstantinopels im vierten Kreuzzug. Endgültige Trennung von Ost- und Westkirche.
1208: Papst Innozenz III. ruft zum Albigenser-Kreuzzug auf.
1209-1229: Der Albigenserkreuzzug war ein von Papst Innozenz III. initiierter Kreuzzug gegen die von der katholischen Kirche als ketzerisch betrachtete Glaubensgemeinschaft der Katharer in Okzitanien (Südfrankreich). … Die Inquisition und weitere militärische Feldzüge vernichteten schließlich die Katharer bis zum Ende des 13. Jahrhunderts. https://de.wikipedia.org/wiki/Albigenserkreuzzug
1227-1241: Die katholische Kirche betrachtete die Anhänger der bosnischen Kirche (Bogomilen) als Häretiker (Ketzer). Papst Gregor IX. rief deshalb ab 1227 zu Feldzügen auf. Die eigentlichen, von Ungarn geführten militärischen Kreuzzüge fanden hauptsächlich zwischen 1235 und 1241 statt.
1230: In der Wiener Neustadt werden Juden niedergemetzelt.
1231: Papst Gregor IX. begründet die InquisitiIm. „Im Vatikan geht man heute davon aus, dass die Bulle gegen die Hexerei mehr als 300.000 Menschen das Leben kostete, davon etwa 85 Prozent Frauen. Insgesamt sollen etwa drei Millionen Menschen vor die Inquisitoren gestellt worden sein, etwa jeder Fünfzigste wurde verbrannt.“ https://www.aref.de/kalenderblatt/mehr/inquisition_warum.htm http://www.deschner.info/index.htm?/de/werk/46/leseprobe.htm Als erster deutscher Inquisitor wird der heute als besonders grausam geltende Priester Konrad von Marburg ernannt.
1233/1234 rief Papst Gregor IX. einen offiziellen Kreuzzug gegen die Stedinger Bauern in der Wesermarsch (nördlich von Bremen) aus. Die freien Bauern wehrten sich gegen die Abgaben und die Territorialherrschaft des Erzbistums Bremen. Der Konflikt endete am 27. Mai 1234 in der Schlacht bei Altenesch. Ein riesiges, vom Bremer Erzbischof zusammengestelltes Kreuzritterheer besiegte die schlecht bewaffneten Bauern vernichtend. Google
1235 wurden in Fulda 34 jüdische Männer und Frauen umgebracht.
1239: Robert le Bougre, von Papst Gregor IX. zum Großinquisitor von Frankreich ernannt, lässt in Gegenwart vieler Prälaten und einer zahllosen Menschenmenge in Mont-Aimé bei Chalons 183 Katharer als ein großes und Gott wohlgefälliges Brandopfer verbrennen.
1241: In Frankfurt am Main werden 180 Juden getötet, weil ein jüdischer Junge zum Katholizismus bekehrt worden war, dessen Eltern diese Bekehrung aber nicht anerkannten. 24 Juden wurden zwangsgetauft.
1244: In Pforzheim werden mehrere Juden von den Stadtrichtern in den Suizid getrieben. Ihre Leichen werden zur öffentlichen Abschreckung aufs Rad geflochten.
1252: Durch die Bulle Ad exstirpanda legalisierte Innozenz IV. die Folter – allerdings mit der Maßgabe, dass die „Zerbrechung der Glieder und die Gefährdung des Lebens“ dem Angeklagten erspart bleiben sollten. Um das kirchliche Verbot, selbst Blut zu vergießen, zu umgehen, wurde die Folter von weltlichen Behörden und Henkern im Auftrag der Inquisitoren durchgeführt.
1257 und 1267 beseitigte man die jüdischen Gemeinden von London, Canterbury, Northampton, Lincoln, Cambridge, und anderen Städten.
1262: Im Bistum Regensburg wurden seit 1262 durch Dominikanerinquisitoren Waldenser verfolgt. Wkipedia
1265: In Koblenz werden im Verlauf eines Pogroms zwanzig Juden, unter ihnen auch Kinder, ermordet. In Sinzig am Rhein treibt man 61 jüdische Männer, Frauen und Kinder in die Synagoge und steckt diese dann in Brand.
1267: Beim Provinzialkonzil in der Pfarrkirche St. Stephan in Wien werden für die Juden folgende Vorschriften erlassen; Tragen des Judenhutes, Verbot des Besuches von Bädern und Wirtshäusern, Verbot der Einstellung christlicher Dienstboten, Verbot der Zulassung zum öffentlichen Dienst, Verbot des geschlechtlichen Verkehrs zwischen Juden und Christen, mit strenger Bestrafung beider, Androhung der Exkommunikation von Christen, wenn sie zusammen mit Juden speisen.
1279: In London werden viele Juden umgebracht, weil die Juden von Northampton ein Christenkind gekreuzigt hätten.
1286/87: In Boppard und Oberwesel werden 40 Juden nach Beschuldigung eines Ritualmordes erschlagen. Sie sollen das Blut eines Christen für das Passahfest verwendet haben.
1288: In Bonn werden 104 Juden wegen eines angeblichen Ritualmords in Oberwesel an einem Christenjungen ermordet.
1290 sollen in Böhmen 10.000 Juden umgebracht worden sein.
1290 erließ König Eduard I. das Vertreibungsedikt, das den gesamten jüdischen Besitz konfiszierte und die verbliebenen Juden zwang, England bis spätestens 1. November 1290 zu verlassen. Google-KI
1298: In Rothenburg ob der Tauber werden alle Juden (etwa 470) umgebracht.
1306: König Philipp der Schöne von Frankreich gibt den Befehl, dass alle Juden das Land verlassen müssen, ausgenommen die, die sich taufen lassen. Viele sterben unterwegs, weil ihnen die Mitnahme nur weniger Lebensmittel und Wertsachen erlaubt wird. Viele werden von Bauern umgebracht, die bei ihnen Geld und Wertsachen vermuten.
1307 wurde Bernard Gui zum Inquisitor von Toulouse ernannt und führte während seiner ersten Amtszeit bis 1316 zahlreiche Prozesse, aus denen neun „Sermones“ (große öffentliche Predigten mit anschließender Urteilsverkündung) mit insgesamt 536 Urteilen belegt sind. Darunter befinden sich auch die unter Bernard Gui 1309 und 1310 vollstreckten Todesurteile gegen die Brüder Pierre und Guillaume Autier, die Anführer der katharischen Bewegung. Wikipedia
1310 fand in Paris ein trauriger Höhepunkt im Untergang der Tempelritter statt: Erzbischof Philippe de Marigny ließ 54 Templer als rückfällige Ketzer verurteilen und auf dem Scheiterhaufen vor dem Stadttor (Porte Saint-Antoine) verbrennen.
1311: Der Dominikaner Imbert lässt nach entsetzlichen Qualen 76 Ritter des Templerordens vor dem Justizpalast verbrennen. Die Templerprozesse sind eine Reihe von kirchlichen und weltlichen Gerichtsverfahren, die 1307 seitens der französischen Krone initiiert wurden und 1312 mit der Auflösung des Templerordens durch päpstlichen Erlass endeten. https://de.wikipedia.org/wiki/Templerprozess
1321 wurden im französischen Chinon 160 jüdische Männer, Frauen und Kinder auf dem Scheiterhaufen ermordet. Die Opfer wurden fälschlicherweise beschuldigt, gemeinsam mit Leprakranken die Brunnen der Stadt vergiftet zu haben. Google
1332: In Nürnberg wurden im 14. Jahrhundert mehrmals Inquisitionsgerichte abgehalten, nämlich 1332–1333, 1354, 1378, 1379, 1399 und 1418, wobei unter anderem Waldenser aufgespürt wurden. Wikipedia
1335: Papst Benedikt XII. ernennt den Dominikaner Gallus von Neuhaus zum Inquisitor in der Diözese Prag.
1337: Ausgehend von Deggendorf verbreiteten sich hysterische antijüdische Pogrome über 51 Städte in Bayern, Österreich und Polen.
1338: In Wolfsberg in Kärnten wird die jüdische Gemeinde der Hostienschändung bezichtigt. Daraufhin werden 70 Juden, Männer, Frauen und Kinder, niedergemetzelt.
1348: In Zürich werden die Jeden der Brunnenvergiftung und des Ritualmordes beschuldigt. Einige von ihnen werden aus der Stadt getrieben, die gesamte übrige jüdische Gemeinde stirbt in den Flammen der Scheiterhaufen. Den vertriebenen Juden wird verboten, jemals wieder nach Zürich zu kommen.
1348 verbrannte man die Juden von Basel und Straßburg, insgesamt zweitausend Menschen.
1349 wurden in mehr als 350 Städten Deutschlands alle Juden ermordet, zumeist lebendig verbrannt. „Am 30 Januar 1349 wurden bis auf die schwangeren Frauen alle Juden durch Verbrennen hingerichtet. Nicht nur in Freiburg ging man dermaßen brutal gegen jüdische Gemeinden vor. Auch in Basel, Straßburg und Breisach verbrannte man fast alle Juden, denen man zuvor ebenfalls die Vergiftung der Brunnen vorgeworfen hatte.“ Quelle: Israelische Gemeinde Freiburg. In Konstanz werden 330 Juden in einem eigens dazu errichteten Holzhaus verbrannt. Die jüdische Gemeinde in Würzburg wird der Brunnenvergiftung beschuldigt. Die Juden setzen daraufhin selbst ihre Häuser in Brand und sterben in den Flammen. Die Juden in Erfurt , etwa 1000, wurden umgebracht. Judenpogrome gab es auch in Köln und Frankfurt am Main. Rund 2.000 Juden wurden am Valentinstag in Straßburg umgebracht. Die gesamte jüdische Gemeinde in Rothenburg ob der Tauber wird ermordet.
1350: Die jüdische Gemeinde in Minden in Westfalen wird im Zuge der Pestverfolgungen am 20.7.1350 ausgerottet.
1372: Papst Gregor XI. bestätigt das Gesetz von 1363, wonach dem Inquisitor ein Drittel vom eingezogenen Ketzervermögen zufällt.
1380 untersagt ein französischer Parlamentsbeschluss jede Beschäftigung mit Chemie unter Berufung auf ein Dekret von Papst Johann XXII.
1381: In Palma de Mallorca stürmt eine Menschenmenge das Judenviertel sowie die Häuser derjenigen Christen, in denen Juden Aufnahme und Schutz fanden. 300 Juden werden getötet.
1385: Papst Urban VI. lässt sechs Kardinäle wegen des Verdachts der Verschwörung gegen ihn foltern und fünf davon hinrichten. Deschner, Google
1389 schlachtete man in Prag bis zu 3000 Juden ab, die die Taufe verweigert hatten.
1391 ermordete man unter Führung des Erzbischofs Martinez in Sevilla etwa 4.000 Juden und verkaufte weitere 25.000 als Sklaven an die Moslems. Sie waren leicht zu erkennen gewesen, denn man hatte alle Juden ab dem Alter von zehn Jahren gezwungen, ein farbiges „Schandabzeichen“ an der Kleidung zu tragen, der historische Ursprung des späteren „Judensterns“ der Nazizeit.
1393: Augsburg wird von der Inquisition heimgesucht.
1404: In Salzburg werden Juden unter der Beschuldigung der Hostienschändung und des Ritualmordes auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
1415: Bei einem großen Autodafé in Konstanz wird der Reformator Johannes Hus lebendig verbrannt. Dazu erscheinen die Konzilsväter und Kaiser Sigismund. Hus hatte u.a. Ablass und Ohrenbeichte verworfen. Ihm war von Kaiser Sigismund sicheres Geleit zugesichert worden.
1420: Im Jahr 1420 begann im Herzogtum Österreich auf Befehl von Herzog Albrecht V. die sogenannte Wiener Gesera. Es handelte sich um die systematische Vernichtung jüdischer Gemeinden durch Verhaftungen, Folter, Zwangstaufen, Vertreibung und schließlich Massenhinrichtungen auf dem Scheiterhaufen. Juden wurden gefoltert, um Informationen über verstecktes Vermögen zu erpressen. Besitz wurde konfisziert. Die ärmere Bevölkerung wurde teilweise in Booten ohne Ruder auf der Donau ausgesetzt. Der Höhepunkt der Verfolgung fand im März 1421 statt. Über 200 verbliebene Männer, Frauen und Kinder wurden auf der Gänseweide in Erdberg (heutiger 3. Wiener Bezirk) bei lebendigem Leib verbrannt. Google
1427: Die in Bern ansässigen Juden werden „zu Ehr und Preis des Herrn, seiner Mutter und aller Heiligen“ der Stadt verwiesen.
1431: Am 30. Mai 1431 wurde Jeanne d’Arc im Alter von 19 Jahren nach einem drei Monate währenden Prozess unter dem Vorsitz des Bischofs von Beauvais, Pierre Cauchon, „wegen ihres Aberglaubens, ihrer Irrlehren und anderer Verbrechen gegen die göttliche Majestät“ – so ein Gutachten der Universität von Paris – verurteilt und auf dem Marktplatz von Rouen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. 24 Jahre später strengte die Kurie einen Revisionsprozess an, in dem das Urteil aufgehoben und Jeanne zur Märtyrerin erklärt wurde. Im Jahr 1909 wurde sie von Papst Pius X. selig- und 1920 von Papst Benedikt XV. heiliggesprochen.
1436: Papst Eugen IV. ernennt den unermüdlichen Ketzerverfolger Jakob della Marca aus dem Franziskanerorden zum Inquisitor von Ungarn und Österreich.
1450 bis 1750: Hochzeit der Hexenprozesse. https://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung . 40.000 – 60.000 Menschen, überwiegend Frauen, wurden gefoltert und lebendig verbrannt (Scheiterhaufen).
1451: In Magdeburg tritt das Judendekret von Kardinal Nikolaus von Kues in Kraft. Alle jüdischen Männer müssen einen gelben Ring an ihrer Kleidung tragen, alle jüdischen Frauen drei blaue Streifen auf ihrem Schleier.
1452: Papst Nikolaus V. erlaubt in einer Bulle die Sklaverei.
1459: In Urserental/Andermatt stirbt auf dem Scheiterhaufen nach entsetzlicher Folter eine als Hexe angeschuldigte Frau, die sich nach ihrer Aussage in Tiere aller Art verwandelte und Lawinen und Bergstürze verursachte.
1460: In Soissons wird Agnes de Gribauval als Zauberin verbrannt. Das Urteil wird gefällt vom Büttel der Kirche Notre Dame, die die hohe weltliche Gerichtsbarkeit innehatte.
1478-1834: „Eine der dunkleren Episoden der spanischen Geschichte ist zweifelsohne die Inquisition, die über 350 Jahre anhielt. Diese Ära war geprägt von scharfer Zensur, Paranoia, Folter, Vertreibung, Ketzerverbrennungen und Verfolgung aller Gegner und Zweifler der Prinzipien der katholischen Kirche. In Umfang und Intensität überstieg sie sogar die europäische Inquisition im Mittelalter, von der die katholischen Könige Spaniens die Einführung der Spanischen Inquisition ableiteten.“ https://www.enforex.com/spanisch/kultur/spanische-inquisition.html „Großinquisitor Torquemeda schickte persönlich über zehntausend Menschen auf den Scheiterhaufen, hunderttausend auf die Galeeren.“ (Horst Herrnann)
1481: In Sevilla werden mindestens 298 Ketzer lebendig verbrannt.
1481: In Breslau wird die angebliche Zauberin Anna Brommelhaus ertränkt. Unter der Folter bekannte sie, sie habe Georg Kramer und Georg Becker ihren eigenen Urin zum Trinken gegeben. Für Georg Kramer habe sie Kröten gesotten. Ihrem Mann habe sie Schweiß zum Trinken gegeben.
1484: „Die Hexenbulle ... ist ein päpstliches Schreiben von Innozenz VIII. vom 5. Dezember 1484, das die Verfolgung von Hexen legitimierte. Sie reagierte auf Berichte über dämonische Magie und unterstützte die Inquisitoren Heinrich Kramer und Jakob Sprenger. Die Bulle diente als theoretische Basis für die Hexenverfolgung und wurde dem „Hexenhammer“ vorangestellt.“ (Google-KI)
1486: „Der „Hexenhammer“ (lateinisch Malleus Maleficarum) von 1486/87 ist ein vom Dominikaner Heinrich Kramer verfasstes, frauenfeindliches Werk, das als Anleitung zur Hexenverfolgung diente. Es legitimierte die systematische Verfolgung, beschrieb Erkennungsmerkmale von Hexen und lieferte detaillierte Anweisungen für Prozesse und Foltermethoden, um Geständnisse zu erpressen.“ (Google-KI) Laut Papst Innozenzs VIII. verbreite sich die Ketzerei der Hexen in Deutschland. Ihre Kennzeichen seien die Teufelsbuhlschaft (= Geschlechtsverkehr mit dem Teufel)
und der Schadenzauber.
1492: In Valladolid (Spanien) werden während eines Autodafés 32 unbußfertige Menschen lebendig verbrannt.
1492: König Ferdinand und Königin Isabella lassen etwa 150.000 Juden aus Spanien vertreiben. Viele von ihnen kommen unterwegs um.
1497: Auf Befehl des portogisischen Königs werden alle jüdischen Kinder unter 14 Jahren ihren Eltern weggenommen, in ferne Landesteile deportiert, dort getauft und als Christen erzogen.
1499: Der Dominikaner Heinrich Institoris (Heinrich Kramer) wird von Papst Alexander VI. beauftragt, die Waldenser und Picarden in Böhmen und Mähren durch die Inquisition auszurotten.
1500: Beginn der Zerstörung der Hochkulturen Mittelamerikas unter Beteiligung der katholischen Kirche; durch Mord, Hunger und eingeschleppte Krankheiten verloren bis 1600 etwa 15 Millionen Indios ihr Leben. Kirchen in Spanien sind bis heute mit geraubtem Gold verziert. https://de.wikipedia.org/wiki/Konquistador „Die beim Genozid tätigen Mönche tauften zwar die Säuglinge und Kleinkinder, doch warfen sie sie anschließend ausgehungerten Hunden vor oder ließen sie lebendig begraben.“ (Horst Herrmann)
1510: In Bernau werden 39 Juden lebendig auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ihnen wurden Hostienschändungen und Ritualmorde an Kindern unterstellt.
1515: Um 1515 herum verkauften der Dominikanermönch Johann Tetzel und andere Ablassprediger sogenannte Ablassbriefe. Wer seine Sünden beichtete und bereute, konnte angeblich seine Zeit im Fegefeuer verkürzen oder das Fegefeuer ganz meiden. Auch der im Bau befindliche Petersdom profitierte von dem eingenommenen Geld. Luther protestierte gegen diesen Brauch.
1523: Luther erklärt in einer Predigt, dass der Teufel mir Vorliebe Frauen zu verführten suche: „Es ist ihnen von der Mutter Eva angeboren, dass sie sich äffen und betrügen lassen.“
1523: Der Laie Franz van der Hulst wird von Papst Hadrian VI. als Inquisitor bestätigt. Am 1. Juli 1523 wurden die beiden Antwerpener Augustiner-Mönche Johannes van Esschen (auch Jan van Esch) und Hendrik Vos (auch Hinrich Voes) auf dem Großen Markt in Brüssel auf dem Scheiterhaufen als Ketzer verbrannt. Sie gelten als die ersten evangelischen Märtyrer der Reformation. Google
1526: „Item, die Hexen [oder Zauberer], das sind, die bösen Teufelshuren, die da Milch stehlen, Wetter machen, auf Böcken und Besen reiten, auf Mänteln fahren, die Leute schießen, lähmen, verdorren, die Kinder in der Wiege martern, die ehelichen Gliedmaßen bezaubern und desgleichen.“ Martin Luther, WA 10,3, S. 591 … „Es ist ein überaus gerechtes Gesetz, dass die Zauberinnen getötet werden.“ Martin Luther, Predigt, 6.5.1526, WA 16, 551f. … „Lehmann legte weiterhin Luthers Überzeugung dar, dass der durch Hexen verübte Schadenszauber göttlich legitimiert sei. Gott gestehe dem Teufel einen bestimmten Machtbereich zu, in dem er mit Hilfe von Dämonen und Hexen sein Unwesen treibe. Luther habe gesagt: „Wehrt euch nicht gegen diesen Schadenszauber. Denn ihr wisst gar nicht, was Gott damit vorhat. Ihr kennt nicht den großen göttlichen Plan, der dahinter steckt.“ https://www.lippische-landeskirche.de/6472-0-0
1527: Auf Veranlassung des Reformators Huldreich Zwingli wird der Täufer Felix Manz vom Rat der Stadt Zürich zum Tode verurteilt und in der Limmat ertränkt.
1527: In Stuttgart wird Margarete Lösin gefoltert. Man schneidet ihr die Haare ab, zieht sie aus und schlägt sie mit Ruten. Ihre Schienbeine werden in Pech getaucht, und dieses wird mit Lappen angebrannt. Ein Seil presst ihren Kopf zusammen. De Füße kommen in sogenannte Schweinsschuhe, die über einem Kohlebecken geröstet wurden. Sie wird auf einen Stuhl gebunden und mit glühenden Kohlen überschüttet. Trotzdem gesteht sie nicht. Dann wird sie für drei Jahre in einen dachlosen Turm gesperrt und danach aus der Stadt gejagt.
1529: Martin Luther erklärt, er kenne viele Wettermacherinnen, die Milch stehlen und die Leute bezaubern: „Wenn sie sich nicht bekehren, werden wir sie den Folterknechten empfehlen.“ Er droht: „Wir wollen dein nicht schonen mit unseren Gebeten, daß du endlich an den Tag kommest und den Henkern übergeben werdest.“
1531: Konfessionskrieg zwischen Zürich (Reformator Zwingli) und den Kantonen Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug. Zwingli wurde gefangen, ermordet, gevierteilt und verbrannt.
1533: Der letzte Inka-Herrscher Atahualpa wurde von Francisco Pizarro gefangen genommen. Er versprach den Spaniern einen Raum voller Gold und Silber, um freizukommen. Die Inka lieferten Tausende Artefakte. Dennoch wurde Atahualpa hingerichtet und der Schatz nach Spanien verschifft. Viel in der Kolonialzeit von den Inka und Maya geraubtes Gold befindet sich vor allem in historischen Kathedralen in Spanien (Sevilla und Toledo), außerdem Silber und Edelsteine. Mit geraubtem Gold wurden auch Kirchen in Lateinamerika verziert, die oft auf den Ruinen indigener Tempel erbaut wurden.
1536: Die drei Anführer der Wiedertäufer werden in Münster mit glühenden Zangen zu Tode gebracht. Ihre Leichen werden in drei eisernen Körben am Turm der Lambertikirche zum Fraß der Vögel aufgehängt.
1536: Weil er die Bibel ins Englische übersetzt hatte, wurde William Tyndale auf Betreiben der Kirche von England erwürgt und verbrannt.
1538: „Mit Hexen muß man kein Mitleid haben; ich wollte sie selber verbrennen.“ (Martin Luther, Tischreden. 25.8.1538. W22,782ff)
1539: „Teufelshuren … wo man sie kriegt, mit Feuer verbrennet, wie recht ist, … um der Lästerung willen.“ (Martin Luther, Von den Konzilien und der Kirche. 1539. W16,2296)
1540: Hauptangeklagte war die um 1490 geborene Wittenbergerin Prista Frühbottin. Ihr wurde vorgeworfen, „mit dem Teufel gebuhlt“, „Zauberei getrieben“, das Wetter manipuliert und die Viehweiden vergiftet zu haben. Zusammen mit ihrem Sohn und zwei weiteren Frauen oder Männern wurde sie zum Feuertod verurteilt. Die Verurteilten wurden am 29. Juni 1540 auf dem Marktplatz an Eichenpfähle gebunden und grausam hingerichtet, indem das Feuer unter ihnen entzündet wurde. Der Wittenberger Scharfrichter Magnus Fischer, der im Verdacht stand, mit Frühbottin in Kontakt zu stehen, wurde kurz darauf ebenfalls zum Feuertod verurteilt. Bürgermeister war der berühmte Maler und Freund Luthers Lukas Cranach der Ältere. Luther war nicht anwese.nd, befürwortete aber in Übereinstimmung mit der Bibel die Todesstrafe für schwere Zauberei. Google
1542: Mit der päpstlichen Bulle „Licet ab initio“ von Papst Paul III. von 21.7.1542 richtete sich die Inquisition auch gegen Protestanten.
1546-1547: Schmalkaldischer Krieg zwischen dem katholischen Kaiser Karl V. und protestantischen Landesfürsten und Städten. https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg
1553: Die Inquisition in Rom lässt in den Häusern der Juden alle talmudischen Schriften einziehen und auf dem Campo di Fiore öffentlich verbrennen.
1553-1558: Unter der katholischen Königin Maria Tudor von England („Bloody Mary“) werden fast 300 Protestanten auf dem Scheiterhaufen verbrannt. https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_I._(England)#Religionspolitik
1554 erließ der Heilige Stuhl unter Papst Julius III. am 31. August die päpstliche Steuer- und Disziplinarbulle Pastoris aeterni vices (oft kurz Pastoris aeterni genannt), welche die Verpflichtung der jüdischen Gemeinden im Kirchenstaat regelte, eine Sondersteuer von zehn Golddukaten jährlich pro Synagoge bzw. Gebetsraum zu entrichten. Google
1559: Bartolomé Carranza (1503–1576) war ein prominenter spanischer Dominikaner und Erzbischof von Toledo, der als eines der prominentesten Opfer in die Geschichte der Spanischen Inquisition einging. Wegen seiner fortschrittlichen theologischen Ansichten, die er unter anderem auf dem Konzil von Trient vertrat, sowie der Veröffentlichung seines Katechismus (1558), geriet er ins Visier der Spanischen Inquisition. Er wurde 1559 inhaftiert und verbrachte fast 17 Jahre seines Lebens in Kerkern. Nach acht Jahren Haft in Spanien wurde er auf Druck von Papst Pius V. nach Rom verlegt, wo er im Castel Sant’Angelo festgehalten wurde. Im Jahr 1576 wurde er schließlich von den Häresie-Vorwürfen freigesprochen. Allerdings wurde er suspendiert und musste im Dominikanerkloster Santa Maria sopra Minerva in Rom bleiben. Er starb nur wenige Wochen später. Sein riesiges Vermögen ging an die Kirche. Google
1559: In Sevilla findet ein großes Autodafé mit Verbrennung bekennender und zum Teil prominenter Protestanten statt. Insgesamt werden 19 Lutheraner verbrannt.
1559: Bei einem Autodafé in Valladolid (Spanien) werden 14 Menschen lebendig verbrannt.
1562: Beginn der Hugenottenkriege in Frankreich. https://de.wikipedia.org/wiki/Hugenottenkriege
1562: Auf einem Autodafé in Sevilla werden neun Lutheraner verbrannt, aber vorher erdrosselt, weil sie sich nicht als verstockt erwiesen.
1562: Der Provinzial des Franziskanerordens, Diego di Landa, der in nicht ganz zehn Monaten seiner Tätigkeit 6330 Indianer, Männer und Frauen, solchen Folterungen unterwarf, dass 157 von ihnen schon an der Folter starben, die Mehrheit aber ihr Leben lang Krüppel blieben, veranstaltet in der Stadt Mani (Yucatán) ein feierliches Autodafé.
1564: Beginn der „peinlichen Gerichtsverhandlung“ gegen Margarethe Brodt, d.h. der Folterung in Gegenwart des Grafen Reinhard von Büdingen, seines Juristen Dr. jur. Pauly Steinlin von Frankfurt am Main und seines Hofpredigers von Offenbach, David Pistory, seiner Räte Amtmann Balthasar von Fleckenbühl, Gilbrecht von Lauter und Philipp Baumann. Anwesend sind ferner der Stadtamtmann von Büdingen, Ludwig Seypell von Schönkrippen, sowie die Gerichtspersonen des peinlichen Halsgerichts Schultheiß Georg Schormann und Gerichtsschreiber Michael Flöhel, dazu 23 (männliche) Schöffen. Sie alle konnten sich weiden an den Folterqualen der nackten Frau, die unter unsäglichen Schmerzen gestand, ein Verhältnis mit dem Teufel gehabt zu haben. Die sexuellen Ausschweifungen mit ihm, einem „kleinen Männlein“, musste sie in allen Einzelheiten schildern und dann noch bekennen, Kinder gelähmt und getötet, mit Spinnen Suppen vergiftet zu haben und anderes mehr. Der Vertreter des Grafen forderte schließlich für solch große Missetaten die Todesstrafe durch den Scheiterhaufen.
1568: In Toledo beginnt der offizielle Prozess gegen Elvira del Campos, gegen die in Gegenwart von zwei Dominikanern und einem bischöflichen Vikar die Wasserfolter angewendet wird, dazu andere grausame Foltermethoden, bis sie am ganzen Körper steif war, zusammenbrach und nur noch bat, ihre Nacktheit zu bedecken. Von da an war ihre Rede zumeist unzusammenhängend. Ein Richter wollte sie verbrennen, die meisten plädierten für „Milde“ nach einem Jahr Gefängnis. Ihr Eigentum wurde konfisziert, sie musste das Kleid der Schande tragen und noch weitere drei Jahre im Kerker zubringen. Wegen Wahnsinns wurde sie nach sechs Monaten freigelassen.
1572: Die Bartholomäusnacht (auch Pariser Bluthochzeit genannt) vom 23. zum 24. August 1572 war ein grausamer Massenmord an französischen Protestanten (Hugenotten) in Paris, der eine heftige Welle der Gewalt im ganzen Land auslöste. Bis zu 3.000 Menschen starben allein in Paris, und Tausende weitere in den folgenden Wochen in den Provinzen. Google
1573: In Ortenberg kommt die „Welsch Hänsin“ als Hexe auf den Scheiterhaufen. Zu ihrer Denunzianten gehört der fanatisierte eigene Sohn.
1578: Papst Gregor VIII. lässt sieben Marranen (jüdische Neuchristen) vor der Porta Latina in Rom hinrichten.
1579: In Dillingen wird die alte Frau Fritz, die seit 25 Jahren mit dem Teufel gebuhlt und mit seiner Hilfe viele Unwetter hervorgerufen haben soll, nach Folterungen ohne Geständnis dem Scheiterhaufen überliefert. Sie sei von dort durch ihren Buhlen in die Luft entführt worden.
1582 begann in der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt unter Landgraf Georg I. eine frühe Phase der Hexenverfolgung. Zu den bekanntesten und tragischen Ereignissen dieses Jahres zählt der Fall des erst elfjährigen Wolf Weber. Google
1583: In Rottenburg am Neckar werden zwölf Frauen als Hexen hingerichtet. … In Hamburg werden fünf Hexen „geschmäucht“, d.h. wohl bei klein gehaltenem Feuer langsam qualvoll verbrannt, damit sie nicht durch den starken Rauch vorzeitig ersticken.
1584: In Rostock werden Margarete Detlow, Kathrin Dauent und Grete Jessen öffentlich verbrannt. Anne Wessels muss ihrer Hinrichtung beiwohnen, wird gestäupt, d.h. öffentlich am Pfahl ausgepeitscht, und aus der Stadt gejagt.
1585: In Rottenburg am Neckar werden neun Frauen als Hexen hingerichtet. Der Stadtrat sorgt sich, „daß, wenn man weiter so fortfahren sollte, fast keine Weiber übrig bleiben sollten“.
1587: Die protestantische Königin Elisabeth von England ordnet die Enthauptung ihrer Cousine, der katholischen Maria Stuart, an.
1587: In Trier wird die alte Maria Meyer zu Ehrang als Hexe hingerichtet.
1588: Die 60jährige Elisabeth Pleinacher wird auf der Gänseweide in Erdberg bei Wien als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Sie soll ihrer Enkelin die Fallsucht angezaubert und Teufel als Fliegen in Gläsern verwahrt haben. Unter unvorstellbaren Qualen gestand sie alles ein.
1589 begann in Schwabmünchen (im Hochstift Augsburg) eine intensive Phase der Hexenverfolgung. Zwischen 1589 und 1592 wurden dort im Zuge dieser Prozesse 45 Menschen der Hexerei verdächtigt, von denen 27 Frauen zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden. Google
1589-1596: In der ehemaligen Grafschaft Werdenfels im heutigen Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurden 50 Frauen und ein Mann wegen Hexerei hingerichtet. Die Kosten von 100 Gulden mussten die Angehörigen bezahlen.
1590: Hans Wafer wird in Trier als Zauberer hingerichtet. Er „besagte“, d.h. beschuldigte unter der entsetzlichen Folter 60 Personen, während man in der Regel mit 20 Besagungen zufrieden war.
1590: Die Fugger-Zeitungen in München vertreten die Meinung, dass das gräuliche Wetter der vergangenen Tage von den vermaledeiten bösen Weibern gemacht worden sei, und es wäre gut, keine von ihnen zu verschonen. Eine alte Frau gesteht unter der Folter, 60 Kinder mit ihrer Krücke berührt zu haben, die daraufhin starben. Ihr wurde auch der Einsturz des im Bau befindlichen Turms der Jesuitenkirche St. Michael zur Last gelegt. Sie und fünf weitere Frauen wurden verbrannt.
1590: In Zusmarshausen wird eine alte Frau nach schwerer Tortur verbrannt, weil sie angeblich durch ein Stück Brot, das sie einem achtjährigen Mädchen während des Einkaufs geschenkt hatte, dieses zum Keuchen, schweren Atmen und Anschwellen des Gesichts gebracht, also bezaubert haben sollte.
1590: Allein in der Stadt Eichstätt wurden im Jahr 1590 innerhalb von fünf Monaten 64 Menschen als Hexen oder Hexer hingerichtet. Die Prozesse in der Region (wie auch im nahegelegenen Nennslingen) betrafen oft Hebammen oder Randfiguren der Dorfgemeinschaft. Google Zu den Tätern gehörte der Bischof von Eichstädt.
1591: In Markt Oberndorf werden auf dem Scheiterhaufen lebendig verbrannt: Anna Meyrendress, Barbara Mayrendress, Barbara Probst, Agatha Lieb, Ursula Lieb, Anna Frey, Eufrosina Erhart und Katharina Kienler.
1591: In Trier wird wegen Zauberei Niclas Fiedler, Bürgermeister und Schöffe zu Trier, hingerichtet.
1592: Die am Vortag im Rathaus zu Rhodt stundenlang gefolterte Barbara Zimmermann wird wieder der Tortur unterworfen und wieder vier Stunden lang aufgezogen, und zwar an den auf dem Rücken zusammengebundenen Händen, so dass die Schultergelenke nach hinten verdreht werden. Zusätzlich werden Gewichte am Rücken und an den Füßen befestigt, um die Schmerzen zu vergrößern. Doch trotz stundenlanger Pein bekennt sie nichts. Sie beharrt auf ihrer Unschuld. Als sie wenige Tage später ein drittes Mal gefoltert wird, kann sie nicht mehr schreien. Sie ist durch die Folter so zerrissen worden, dass sie weder gehen noch stehen kann und keine Hand mehr zum Munde bringt. Man muss sie legen und füttern wie ein kleines Kind. Schließlich gesteht sie, um weitere Torturen zu vermeiden, an Hexentänzen teilgenommen und mit dem Teufel gebuhlt zu haben.
1595: Benedikt Carpzov wird in Wittenberg geboren. Er war lutherischer Kirche- und Strafrechtslehrer und wirkte bei ca. 20.000 Hexenprozessen mit. https://www.hexenprozesse-leipzig.de/?p=123
1595: In Appenweiler werden drei Frauen lebendig verbrannt. Die Kostenrechnung geht über das Gefangennehmen, Verzehr, ins Schloss Ottenberg bringen, Zehrung für den Nachrichter, Morgensuppe, Imbiß des Gerichts, der Priester und des Fürsprechers mit dem Nachttrunk bis zu den Unterhaltskosten der Malefikanten und der Wächter. Dazu kommt das Turmgeld.
1595: Das Zentgericht Bamberg verkündet, „dass Margaretha Behemer wegen Teufelsbündnis zu lebendem Brand verurteilt wird.
1596: Allein in diesem Jahr gab es in Rottenburg(Neckar) 43 Hexenprozesse, die zu 42 Todesurteilen und Hinrichtungen führten. Google
1597: Im Folterturm zu Birstein wird Anna Dieterich erneut gefoltert. Man setzt ihr zwei Beinschrauben an und martert die Angeklagte auf die schrecklichste Weise, jedoch ohne Erfolg. Die fürchterlichen Schreie der Frau jagen die Einwohner aus ihren Häusern. Männer, Frauen und Kinder rotten sich zusammen, stürmen zum Pfarrhaus, holen den amtierenden Pfarrer Prätorius und ziehen ihn in die Marterkammer. Sie zwingen ihn, dort so lange gegen die Fortsetzung der Tortur zu protestieren, bis man damit aufhört. Am folgenden Tag erdrosselt sich Anna Dieterich in ihrer Zelle, nachdem sie sicher sein konnte, dass auch ihre Tochter Creyn verhaftet und gefoltert werden würde.
1597: In Staden wird Margarethe Windt „mit Betreuung des Schafrichters … examiniert.“ Sie wird mit Stricken aufgezogen, der Scharfrichter setzt Beinschrauben an und drückt sie zu. Nun gesteht sie alle „zauberischen Indicia.“
1599: Einrichtung des Index librorum prohibitorum. https://de.wikipedia.org/wiki/Index_librorum_prohibitorum
1600: Der Mönch Giordano Bruno wird in Rom auf dem Scheiterhaufen verbrannt. „Bruno lehrte dagegen, dass die Fixsterne unterschiedlich weit entfernte Sonnen sind, die von eigenen Planeten umkreist werden, und dass auf diesen Planeten eigenes Leben möglich sei, auch menschliches. Bruno war von der räumlichen und zeitlichen Unendlichkeit des Kosmos überzeugt.“ (Wikipedia) Erst im Jahr 2000 bezeichnete Papst Johannes Paul II. das Urteil gegen Bruno als Unrecht.
1600: Am 29. Juli werden in München in einem Musterprozess der katholischen Verfolgungspartei sieben Menschen auf die folgende Weise hingerichtet: Der Bettler und Landstreicher Paul Grempell ist gespießt, seinem Weib beide Brüste beschnitten und ihr selbst und ihren zwei Söhnen ums Maul geschlagen worden. Die übrigen wurden mit glühenden Zangen gefetzt, Arme und Beine mit dem Rad abgestoßen und sämtlich lebendig verbrannt. Strafverschärfendes Zwacken mit glühenden Zangen und Abschneiden der Brüste der sechzigjährigen Anna Gemperl auf dem Münchener Marienplatz vor Schaulustigen.
1600: Die zwanzigjährige Anna Klostermüller aus Tettenwang (Landkreis Eichstätt) wird elfmal aufgezogen, bekennt sich als Hexe und wird verbrannt. Ihre Tochter Agnes wird elfmal aufgezogen, zehnmal mit einem 50 Pfund schweren Stein belastet, wobei ihr alle Glieder zerreißen. Sie bleibt bei ihren Unschuldsbeteuerungen. Hofrat Wagnereck sprach, um sie zu entzaubern, zur Folter lateinische Psalmen und Verse über sie. Nach zehn Wochen wird sie erneut gefoltert. Nach viermaligem Aufziehen ist ihre Kraft gebrochen. Sie gesteht die aberwitzigsten Dinge. Vom 20. bis 27. Oktober dauert diese Folter. Dann widerruft sie im Beisein des Beichtvaters und Rentschreibers, da sie alles aus Schmerz und aus Furcht vor weiterer Marter ausgesagt habe. Auch sie wird auf dem Münchener Galgenberg lebendig verbrannt.
1604-1606: In Fulda werden durch den vom Fürstabt ernannten Malefizmeister Balthasar Nuss nach unvorstellbaren Folterungen 31 Frauen und Mädchen auf dem Scheiterhaufen lebendig verbrannt.
1609: Eine reiche Kaufmannswitwe, Anna Pucherin, muss in Donauwörth den Scheiterhaufen besteigen. Durch Folterung hatte man ihr das Geständnis abgepresst, von einer Hexe dem Teufel zugeführt worden zu sein, mit dem sie geschmaust, getanzt und gebuhlt habe. Während eines Gewitters habe sie einen Besenritt durch die Luft gemacht und durch dreimaligen Reif alles Obst in der Gegend verdorben. Ihr Vermögen wurde konfisziert und einige hundert Gulden den Jesuiten angewiesen.
1610: Vaes Bruijnsmusste nach dreimaliger Peinigung in der Folter bekennen, ein Werwolf zu sein und wird verbrannt.
1611: Herzog Maximilia1629n von Bayern erlässt ein umfassendes Landgebot wider Aberglauben, Zauberei, Hexerei und andere Teufelskünste. Auf Teufelspakt hat die peinliche Frage (Folter) einzusetzen, dann Scheiterhaufen und Einziehung des Vermögens.
1612: Laut Bericht des Lucchesischen Gesandten Sebastiano Gigli werden 600.000 katholisch getaufte Moriscos (Mauren) aus dem christlichen Spanien ausgewiesen, viele davon in die Sklaverei verkauft. Laut neueren Quellen war es von 1609 bis 1614 unter Philipp III. 300.000 Moriscos.
1613/1614 wurden in Roermond (Niederlande) mindestens 64 Menschen – zu etwa 90 Prozent Frauen – der Hexerei beschuldigt, gefoltert und auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.
1616: Das römische Inquisitionsgericht verbietet Galilei, die Lehre des Kopernikus zu verteidigen.
1617: In Eichstätt denunziert während entsetzlicher Folterungen eine „Hexe“ nach eigenen Geständnissen nicht weniger als 231 Personen, die dann gleichfalls gefoltert werden.
1617: Im Hochstift Bamberg hat man wiederum neun Unholde oder Zauberer verbrannt, unter ihnen Endres Ziegler und Rochus Hoffmann mit seinen zwei Töchtern, die noch ledig waren.
1618-1648: 30-jähriger Krieg. „Die Konfessionen waren der ideologische Haupttreiber und das verbindende Element des Konflikts. Der Krieg begann primär als Konfessionskrieg zwischen Katholiken und Protestanten, wandelte sich jedoch zunehmend zu einem gesamteuropäischen Machtkampf um Hegemonie.“ Google
1622 kehrte der Fürstbischof von Breslau, Erzherzog Karl von Österreich, nach den kaiserlichen Siegen des Dreißigjährigen Krieges in sein Bistum zurück. Er erzwang dort die Rekatholisierung und drohte den protestantischen Bürgern und Ständen mit harten Maßnahmen sowie der Ausweisung, wenn sie sich nicht dem katholischen Glauben unterwarfen. Google. „Ihr werdet nicht eher aufhören, als bis ich ein paar von euch bei den Köpfen nehmen und henken lasse.“
1624: Die von zwei Denunziantinnen der Hexerei bezichtigte Merge Hilmoth, die auf Anordnung der Ankläger des Domkapitels Münster in Lüdinghausen der Tortur unterworfen worden war, erleidet, angekettet im Kerker, in der Nacht entsetzliche Verzweiflungsanfälle in Gegenwart ihrer Wächter und stirbt unter lautem Röcheln. Am Morgen stellt man Verletzungen ihres Halses fest, der ihr angeblich vom Teufel umgedreht worden sei. Der Ankläger des Domkapitels befiehlt, den Kadaver zum Feuer zu verdammen, sie jedoch vorher zum abschreckenden Exempel öffentlich zur Schau zu stellen.
1627: In Seligenstadt heißt es in einem Folterprotokoll: „Weil die selbe nicht gestehen wollte, ist sie auf einem Schenkel mit dem Krebs geschraubet worden. … Dieselbige ausgezogen, ., ihr das Folterhemd angelegt und auf dem anderen Schenkel geschraubt. Dann ungefähr zwei Vater Unser lang aufgezogen und ihr daraufhin einen großen Stein an beide Zehen gehängt.
1627: Der 65jährige Nikolaus Grieb wird in Esslingen lebendig verbrannt.
1627: Auf dem Sternplatz in Würzburg wird Christianus Ubelacker enthauptet, weil er als Wächter zwei wegen Hexerei gefangenen Männern Hilfe zur Flucht geleistet hatte.
1627 wurde die aus einer Kölner Patrizierfamilie stammende Katharina Henot dreimal gefoltert, der Hexerei für schuldig befunden, obwohl sie nicht gestanden hatte, und hingerichtet. Vermutlich ist ihr Vermögen eingezogen worden. Katharina Henots Prozess und Tod stehen am Anfang einer intensiven Hexenverfolgung in der Reichsstadt Köln, die zwischen 1627 und 1630 zu 33 Prozessen führte und der mindestens 24 Frauen zum Opfer fielen. https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/katharina-henot/DE-2086/lido/57c82b951aab93.67871848
1627-1629:: Das Würzburger Domkapitelprotokoll berichtet ausführlich über die Folter an einem Oxenfurther Mädchen, das immer wieder unter der entsetzlichen Tortur ohnmächtig wurde. Die s wurde ihr als Hexenschlaf, den ihr der Teufel zuteil werden ließ, ausgelegt. Schließlich stibt sie unter der Folter. In den Jahren 1627 bis 1629 wurden rund 900 Menschen im Hochstift Würzburg als Hexen hingerichtet. Sie stammten aus beiden Geschlechtern, allen Altersgruppen und aus allen gesellschaftlichen Schichten. Wikipedia
1628: In Köln wird die Hebamme Giertgen Sesenschmidt mit glühenden Zangen gefoltert und wegen Hexerei hingerichtet. Hexenkommissar war Heinrich von Schultheiß. http://www.anton-praetorius.de/downloads/namenslisten/Koeln%20Namen%20der%20Opfer.pdf
1628: Laut Ratsprotokoll der Stadt Köln wird ein von einer „Hexe“ auf Drängen der Geistlichkeit zugunsten einer Kirche gemachtes Vermächtnis anerkannt und das versiegelte Haus der Hingerichteten dem betreffenden Pfarrer zur Verfügung gestellt. Laut Google ist ein solcher Fall nicht bekannt.
1628 wurde Dr. Georg Haan, der Kanzler des Hochstifts Bamberg, zusammen mit seiner Frau Katharina und seiner Tochter als Opfer der brutalen Hexenprozesse unter Fürstbischof Johann Georg II. Fuchs von Dornheim hingerichtet. Weil er die grausame Hexenverfolgung kritisierte und versuchte, die Mittel dafür zu kürzen, geriet er selbst ins Visier der Hexenkommissare.
1628: In Offenburg stirbt ein elfjähriges Mädchen nach elf Stunden auf dem Hexenstuhl. Das Kind hat auf seiner Unschuld beharrt.
1629: Der Presbyter und Kanonikus des Stiftes Haug, Bartholomäus Mezger, wird gefoltert, bis er Beischlaf mit dem Teufel gesteht. Unter weiterer Folter bezichtigt er 41 Menschen der Hexerei. Außerdem werden der Domvikar Gabriel Marck und der Würzburger Ratsherr Barthel Wolffahrt verbrannt. Auch der Bauer Volker Dirks, der Domvikar Heinrich Eppert, der Vikar Wolfgang Sartorius und der Vikar Georg Schwartzmann kommen im Feuer ums Leben. Google: Zwischen 1627 und 1629 wurden in der Stadt Würzburg und dem Hochstift schätzungsweise über 900 Menschen als Hexen oder Zauberer verbrannt. Im Gegensatz zu anderen Regionen traf es alle Schichten: Stadträte, Kleriker, hochgestellte Beamte, Kinder und Arme. Prominentes Beispiel war der Domherr und Senator Friedrich Spee von Langenfeld, der als Beichtvater der Verurteilten das unsägliche Leid und die Folterungen hautnah miterlebte.
1629: In Bettingen werden vier Menschen aufgrund von Kinderaussagen wegen Hexerei zum Tode verurteilt. … In Sybilla von Wilhelmstein werden fünf „Hexen“ verbrannt. … In Köln wird die 63jährige Hebamme Sybilla von Wilhelmstein trotz Bürgschaft von 25 Bürgern über ihre treuen Dienstleistungen zur Strangulation und Verbrennung verurteilt. Sie war von einer gefolterten Frau belastet worden. Wie aus Ratsprotokollen der Stadt Köln hervorgeht, Waren die Testamente hingerichteter „Hexen“ nach Anordnung des Erzbischofs nur gültig, wenn sie Verfügungen zugunsten kirchlicher Einrichtungen trafen.
1630: Der Bonner Apotheker Reimer Curtius beschwert sich laut Hofratsprotokoll, dass er für die Hinrichtung seiner Frau als Hexe 100 Reichstaler bezahlen soll.
1630: Die aufgrund eines Gutachtens der Universität Rinteln wegen angeblicher Hexerei verhaftete Anneke Pladies wird in Lemgo gefoltert: Schrauben an beiden Beinen, Stäupung (Auspeitschung), Werfen von brennendem Schwefel auf den Rücken, Schrauben an anderen Körperteilen. Sie legt trotzdem kein Geständnis ab und stirbt nach fünfmaliger grauenhafter Folterung im Gefängnis.
1631: Im Gefängnis stirbt nach fast einjähriger Haft und durch die juristische Fakultät der Universität Köln verfügten Tortur, in der er nichts gestanden hatte, an den Folgen der Folter der Arnsberger Bürgermeister Henneke von Essen, 71 Jahre alt, Gegner der Hexenprozesse.
1631: In der Region Paderborn werden 13 Personen lebendig verbrannt.
1632: Dietrich Caspell in Bonn beschwert sich beim Hofrat, dass er die Hinrichtung seiner Tochter als Hexe noch bezahlen soll.
1633: Die furchtbar gefolterte Margarethe Kittel stirbt im Kerker von Eckhartshausen. Der Bericht des Schultheißen Caspar Mohr besagt, dass der Satan sie im Gefängnis nachts umgebracht und ihr die Beine im Hals alle entzweigebrochen, der Kopf nur an der Haut gehangen habe, und sie sonst am Leib ganz schwarz geschlagen sei.
1633: Die Inquisition zwingt den 70jährigen Galilei durch Androhung der Folter dazu zu erklären, er halte die Lehre des Prolemäus für wahr und unzweifelhaft.
1636: In Osnabrück werden vier Frauen als Hexen hingerichtet: Anna Stallmann (80), Trine Kastling und Grete Voß (82),Grete Bueren (60). Google: Die Hexenverfolgung in Osnabrück erreichte ihren Höhepunkt im späten 16. und 17. Jahrhundert (insbesondere 1583 und in den 1630er Jahren unter Bürgermeister Wilhelm Pelzer). Der Kerker befand sich im Bucksturm, wo Gefangene gefoltert wurden. Insgesamt wurden in der Stadt 278 Menschen, überwiegend Frauen, als Hexen hingerichtet.
1648: Ermordung von 2000 polnischen Juden (Chmielnitzki Massaker).
1651: Nach dem „Bericht von der Hexerei im Neißischen Bistum“ sind in Zuckmantel 33, in Ziegenhals 22, in Freiwaldau und den zugehörigen Dörfern 81, in Niklasdorf 16 und in Neiße drei Personen hingerichtet worden, also insgesamt 155.
1652: Amtmann Hartlieb von Büdingen berichtet an seinen Grafen, man habe von den verurteilten Hexen nun schon 1000 Gulden zur Kirchenunterhaltung erhalten. „Er gilt als Hauptverantwortlicher für eine der extremsten Wellen von Hexenverfolgungen in Deutschland, bei der zwischen 1632 und 1634 allein etwa 194 Menschen durch seine harte Rechtsprechung hingerichtet wurden.“ Google
1652: In Mainz wird Hermann Stapp, der aus Angst vor der aufkommenden Hexenpsychose in der Grafschaft Büdingen von dort geflohen war, in Haft genommen. Noch vor der Auslieferung nach Büdingen hat er sich in Erkenntnis dessen, was ihn in seiner Heimat erwartet, im Gefängnis erhängt.
1653: InOels wird der angeblich Massenmörder (wohl als Zauberer) Melchior Hedeloff mit seiner des Kindsmordes und der Unzucht beschuldigten Tochter hingerichtet. Die Ehefrau und Mutter war schon im Gefängnis an den Folgen der Folter gestorben.
1655: In Köln wird das 12jährige Mädchen Enn Lennartz immer wieder gefoltert und auf Befehl des Erzbischofs Maximilian Heinrich von Bayern öffentlich verbrannt.
1656: In Dinkelsbühl werden sieben Frauen gefoltert und mit dem Schwert hingerichtet. Margarete Link schrie bis zum Schluss und beteuerte ihre Unschuld. Die Kosten für die Hinrichtung betrugen 390 Gulden und mussten von den Angehörigen bezahlt werden.
1658: In Essen wird eine angebliche Hexe gefoltert und hingerichtet.
1662: In Esslingen wird folgendes Torturprotokoll aufgenommen: Wird gebunden (gefesselt); winselt, „könne´s nicht sagen“; „Soll ich lügen? Oh Weh, Oh Weh, liebe Herrn!“ Bleibt auf der Verstockung. Der Stiefel wird angetan und etwas zugeschraubt. Schreit: „Soll ich denn lügen, mein Gewissen beschweren? Kann hernach nimmer recht beten!“ Stelllt sich weinend, übergeht ihr aber kein Auge (tränt angeblich nicht). „Kann wahrscheinlich nicht, und wenn der Fuß herab müsste!“ Schreit sehr: „Soll ich lügen, kann´s nicht sagen!“ Ob zwar stark angezogen, bleibt sie jedoch einerlei. „Oh, ihr zwingt einen!“ Schreit jämmerlich: „O lieber Gott! Sie wollt´s bekennen, wenn sie es nur wüsste; man sage ja, sie solle nicht lügen!“ Wird weiter zugeschraubt. Heult jämmerlich. „Ach, liebe Herrn, tut mir nicht so gar. Wenn man euch aber eins sagt, wollt ihr gleich ein anderes wissen.“
1663: Anna Gödelin, als Hexe angeklagt und gefoltert, stirbt in Esslingen infolge der Tortur.
1663: Der Pfarrer von Gründau, Johann Adam Romeuser, legt ein Geständnis mit angehängtem Testament der am Vortag enthaupteten Margarethe Fischer vor, in dem sie der Kirche alle ihre Liegenschaften auf Kosten ihrer Kinder vererbt.
1664: In Esslingen erhalten die Geistlichen, die mit der Seelsorge der verhafteten Hexen zu tun hatten, aus dem Vermögen der Verurteilten jeder drei Tonnen Ehrenwein.
1665: In Reutlingen werden Sabina Stirn, Anna Schengkel und Hans Leser wegen Hexerei und Zauberei verbrannt.
1666: In München wird ein 70jähriger Mann an einen Pfahl gebunden und lebend verbrannt. Zuvor wurde er mit glühenden Zangen gezwickt. Er soll ein Ungewitter gemacht und 40 Jahre lang dem Teufel gedient haben.
1666: Der Prediger Andreas Koch wird in Lemgo als langjähriger Zauberer geköpft.
1668: Obwohl die offizielle Kirche die Kastration von Jungen verurteilte, erließ Clemens IX. 1668 ein striktes Dekret, das Frauen verbot, öffentlich oder zu musikalischen Zwecken zu singen. Dieses Verbot befeuerte die Nachfrage nach Kastraten. (Google-KI)
1669 begann in der schwedischen Provinz Dalarna (Dalarne) eine schwere Hexenverfolgungswelle, das sogenannte Det stora oväsendet (Das große Unwesen). Ausgelöst durch Gerüchte von Kindern, die behaupteten, vom Teufel zum Hexensabbat nach Blåkulla entführt worden zu sein, nahm am 12. August 1669 eine spezielle Hexenkommission in Mora ihre Arbeit auf. Google … 84 Erwachsene und 15 Kinder wurden als Hexen verbrannt. Weitere 128 Kinder wurden während eines Jahres in jeder Woche einmal an der Kirchentüre ausgepeitscht.
1670: Kaiser Leopold I. aus dem Haus Habsburg lässt 4000 Juden aus Wien sowie alle Juden in Niederösterreich ausweisen.
1672: In Radkersburg stirbt der angebliche Zauberer Michael Hörk nach vielstündigem Sitzen auf einem Hexenstuhl.
https://www.museum-holthausen.de/volks-und-heimatkunde/hexen.html
1679: In Palma de Mallorca werden 52 Nachkommen zwangsgetaufter Juden wegen heimlichen Praktizieren des jüdischen Glaubens vor Gericht gestellt. Man verurteilt sie zu Kerkerstrafen, ihr Hab und Gut fällt an die Kirche und die Krone.
1680: Das Autodafé von Madrid am 30. Juni 1680 auf der Plaza Mayor war eines der prunkvollsten und größten, das jemals von der Spanischen Inquisition veranstaltet wurde. Es stand unter dem Vorsitz des jungen Königs Karls II. und seiner Mutter Maria Anna von Österreich. Nach einer Messe und Predigt wurden 21 Personen zum Tode verurteilt und auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.
1688: In der Kurkölnischen Gebührenordnung für Scharfrichter wird folgendes festgesetzt: Zu binden, Schrauben an Daumen und Schienbein anzusetzen und aufzuziehen, die erste Viertelstunde 1 Taler 46 Schilling. – An den Pranger zu stellen und auszustreichen 2 Taler. – 1 Hand oder 2 Finger abzuhauen 1 Taler. – Zu stragulieren und zu verbrennen 6 Taler. – Lebendig zu verbrennen 6 Taler. – Den Verurteilten in vier Teile zerlegen 6 Taler.
1705: In Lissabon werden 66 Nachkommen vor Jahrhunderten zwangsgetaufter Juden der heimlichen Ausübung ihrer Religion beschuldigt. Einer der Angeklagten wird lebendig auf dem Scheiterhaufen verbrannt, die anderen zu lebenslanger Buße und Einkerkerung verurteilt.
1717: Thomas Perger wird auf Schloss Moosham im Erzstift Salzburg auf die Folter gebracht. Man bindet ihm einen 25pfündigen Stein an die gefesselten Füße und lässt ihn anschließen an den ebenfalls gefesselten Händen ruckartig hochziehen. Da bekennt er, sich mit Teufelssalbe in einen Wolf verwandelt und das Vieh gerissen zu haben. Als er nach der Tortur sein Geständnis widerruft, hat ihn der Scharfrichter wieder in seine Behandlung genommen, auf die Leiter gespannt und eine halbe Stunde lang gemartert. Nun gab der Perger seinen Widerstand auf, bestätigte alle sein Geständnisse, wird von den Richtern zum Tod durch Verbrennen verurteilt, aber der Gnade des Erzbischofs empfohlen. Seine fürsterzbischöfliche Gnaden Franz Anton von Harrach begnadigt daraufhin den Perger auf ewig zur Galeerenstrafe.
1717: Die Juristische Fakultät der Universität Tübingen belegt in einem Gutachten zwei Kinder in Kempten mit der Rutenstrafe, weil sie mit dem Teufel einen Pakt geschlossen hätten.
1719: Die juristische Fakultät der Universität Tübingen erkennt in einem von Wolfgang Adam Schöpff entworfenen Urteilsspruch auf Hinrichtung mit dem Schwert gegen einen Mann aus Donaueschingen wegen Brandstiftung, Pakt mit dem Teufel, Buhlschaft und dem Flug zum Sabbat. Das alles hatte er unter der Folter gestanden.
1737: Die vierzigjährige Anna Gilli in Zug (Schweiz) wird bei voller Gesundheit und körperlich kräftig zum ersten Mal dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Nach unvorstellbaren Torturen findet man sie ein halbes Jahr später, zusammengekauert in der Ecke eines der Löcher im Kaibenturm, wo man sie eingesperrt hatte, tot auf, am ganzen armseligen Körper zerschlagen und zerfetzt, bis auf die Knochen zerrissen, kaum noch der Widerschein eines menschlichen Wesens. Sie lag auf der rechten Schulter, Hände und Füße zusammengezogen, mit einem Skapulier und Rosenkränzlein am Hals, ohne Anschein eigener Gewalt. Darauf befanden die wohlweisen und gnädigen Herren des Stadt- und Amtsrates, dass solch arme Person durch große und vielfältige Pein sich purgiert habe. Ihre Schuld hatte darin bestanden, dass man in ihrem Stall acht von ihrem Mann geschnitzte Stöcke gefunden hatte, die dieser als Gehstöcke verkaufen wollte. Damit sollte sie laut Anklage zum Hexensabbat gefahren sein. Ein Bericht über etliche weitere Opfer der „Zuger Hexenjagd“ findet sich hier: https://www.nachtwaechterralf.ch/2015/10/die-zuger-hexenjagd-von-1737_2.html .
1738: In Gerresheim, das heute zu Düsseldorf gehört, werden zwei Frauen wegen Hexerei verbrannt. „Eine vorherige Erdrosselung wurde abgelehnt. Die Verbrennung soll somit langsam geschehen, damit beide Frauen „Zeit für Gebete“ hätten und ihren „Frieden mit Gott“ machen können.“
https://duesseldorf.fandom.com/de/wiki/Die_Hexenverbrennungen_von_Gerresheim
1739: In Lissabon werden 47 Menschen angeklagt, als Nachkommen zwangsgetaufter Juden noch immer Anhänger des jüdischen Glaubens zu sein. Vier Männer und acht Frauen werden als unbußfertig lebendig verbrannt, die anderen zu lebenslangem Kerker verurteilt.
1749: Im ersten Jahr der Regierung von Fürstbischof Karl Philipp von Greiffenclau wurde Maria Renata Singer von Mossau am 21. Juni 1749 als das letzte Opfer der Hexenverfolgung in Franken hingerichtet. Sie war Nonne und Subpriorin des Klosters Unterzell bei Würzburg. Wikipedia. … In Landshut wurden einem achtjährigen Mädchen im Zuge eines Hexenprozesses die Adern geöffnet. Google.
1749: Der Herausgeber der berühmten französischen Enzyklopädie, Denis Diderot wird drei Monate lang inhaftiert. Ihm wurde die Veröffentlichung der Pensées philosophiques und des Briefes über die Blinden zum Gebrauch für die Sehenden, in denen er seine materialistische Position dargelegt hatte, sowie das Arbeiten an weiteren gegen die Religion gerichteten Schriften zur Last gelegt. Schon zwei Jahre zuvor war er vom Pfarrer seiner Gemeinde als „gottloser, sehr gefährlicher Mensch“ denunziert worden. Wikipedia
1751: Anna Schnidenwind löst beim Ausräuchern ihres Stalles in Wyhl versehentlich einen Großbrand aus, bei dem über 80 Gebäude zerstört wurden. Ihr wurde daraufhin der Prozess wegen Hexerei gemacht. Sie wurde dann auf dem Galgenbuck in Endingen am Kaiserstuhl öffentlich verbrannt. Google-KI
1756: Das bekannteste und tragischste Opfer dieser späten Phase in Landshut war die erst 15-jährige Veronika Zerritsch (oft auch Zeritschin genannt). Sie wurde am 2. April 1756 in Landshut geköpft und anschließend verbrannt.
1757: Die Kurkölnische Gebührenordnung für Scharfrichter wird erneuert: Zu binden, Schrauben an Daumen und Schienbein anzusetzen und aufzuziehen, die erste Viertelstunde 1 Taler 46 Schilling. An den Pranger zu stellen und auszustreichen 2 Taler. 1 Hand oder 2 Finger abzuschlagen 1 Taler. Zu strangulieren und zu verbrennen 6 Taler. Lebendig zu verbrennen 6 Taler. Den Verurteilten in vier Teile zerlegen 6 Taler. (Zum Vergleich: Carl Philipp Emanuel Bach erhielt vom König von Preußen als Cellist jährlich 300 Taler.)
1761: Der einflussreiche Jesuitenpater Gabriel Malagrida wird in Lissabon von der Inquisition als Ketzer durch die Garotte (Würgeisen) hingerichtet.
1766: Ein junger Adliger, Protestant aus Abbeville, der in einer Entfernung von 30 Schritten den Hut vor einer Prozession nicht abgezogen hatte, wird verurteilt: 1. es soll ihm die Zunge bis zur Wurzel ausgerissen werden, 2. die rechte Hand abgehauen und er dann 3. an einem Pfahl langsam geröstet werden. Sein Begleiter, des gleichen Vergehens angeklagt, sollte enthauptet, vorher aber durch ordentliche und außerordentliche Folter (Knochenbrechen) zur Angabe seiner Mitschuldigen veranlasst werden. Dem Ersten gelang es zu fliehen. Der Andere wurde gefoltert und enthauptet. Er soll außerdem ein Kruzifix beschädigt und unzüchtige Lieder gesungen haben. Voltaire setzte sich vergeblich für ihn ein.
1782: „Den letzten Hexenprozess in Europa gab es in der Schweiz. 1782 wurde in Glarus die Magd Anna Göldi zum Tod verurteilt. Die Richter sprachen allerdings nicht mehr von „Zauberei“, sondern von „Kunstkraft“ und „Vergiftung“. Die junge Magd war beschuldigt worden, das Kind ihres Dienstherrn „vergiftet“ zu haben. Denn nachdem Anna Göldi die Familie verlassen hatte, soll das Kind der Familie „besessen“ gewesen sein, an Lähmungserscheinungen gelitten sowie Nadeln und andere Fremdkörper ausgespuckt haben. Der Vater des Kindes war Arzt und Richter. Unter der Folter „gestand“ Anna Göldi, das Kind „verzaubert“ zu haben. Als sie aufgefordert wurde, das Kind zu „segnen“, hörte die Besessenheit des Mädchens für kurze Zeit auf. Das wurde als weiteres Indiz der Schuld gewertet. Anna Göldi wurde enthauptet. Ihr ebenfalls angeklagter Verlobter erhängte sich im Gefängnis.“
https://www.veko-online.de/component/content/article/kriminalgeschichte-tod-auf-dem-scheiterhaufen.html
1814: Ferdinand VII. kehrte 1813 nach Spanien zurück, wo er vom Volk mit Begeisterung empfangen wurde. Er stieß durch ein Dekret die Verfassung von 1812 um und errichtete eine blutige kirchliche und politische Reaktion mit Inquisition und Folter.
1814: Papst Pius VII. erlässt ein Dekret gegen die Freimaurerei, gegen „diese höllischen Konventikeln“, die Thron und Altar umstießen. Er beklagt die Nichtachtung des Erlasses seiner Vorgänger und fügt zu den geistlichen Strafen auch weltliche: schwere körperliche Züchtigung, hohe Geldstrafen und Güterverlust. Den Denunzianten setzt er hohe Belohnungen aus.
1815-1817: Mit Zustimmung des Kardinalstaatssekretärs Consalvi werden in Paris 4518 Bände mit Prozessunterlagen der Inquisition unleserlich gemacht und dann an Altpapierhändler verkauft. (Horst Herrmann)
1832: Papst Gregor XVI. erklärt in der Enzyklika „Mirari vos“ , wer das jedem Menschen eigene Recht der Gewissensfreiheit proklamiere, stelle eine wahnwitzige Behauptung auf.
1853: Ein Dekret des Heiligen Offiziums in Rom erklärt jegliche Empfängnisverhütung als Verstoß gegen das Naturrecht und lehnt sie strikt ab.
1859: Im April 1859 kam es in Galati (Rumänien) zu schweren antisemitischen Ausschreitungen, die durch eine inszenierte Ritualmordanklage ausgelöst wurden. Der Mob plünderte jüdische Viertel, wobei Menschen getötet und verletzt wurden. Google-KI
1868: Papst Pius IX. nennt die österreichische Verfassung von 1867, in der Meinungs-, Presse-, Glaubens-, Gewissens- und Lehrfreiheit garantiert und religiöse Gemeinschaften einander gleichgestellt und vom Staat anerkannt werden, „ein abscheuliches Gesetz“.
1870 verbrannte die päpstliche Polizei große Teile des Geheimarchivs. (Horst Herrmann)
1772: (!) In Bayern wird verordnet, dass die Tortur der Hexen künftig den Abdeckern übertragen werden solle.
1877: In San Jacobo in Mexiko werden aufgrund des sechsten mexikanischen Hexenprozesses seit 1860 (!) fünf „Hexen“ verbrannt.
1891: Im Frühjahr 1891 wurde ein jüdisches Mädchen ermordet aufgefunden. Lokale Gerüchte behaupteten fälschlicherweise, das Opfer sei Christin gewesen und von Juden ermordet worden (Ritualmordlegende). Es kam zu schweren antijüdischen Pogromen und Plünderungen, bei denen 20 Juden getötet wurden. Die Flucht: Vor dem Pogrom lebten rund 5.000 Juden auf der Insel – etwa jeder siebte Einwohner. Die Gewalt und der aufkeimende Antisemitismus veranlassten etwa die Hälfte der Gemeinde zur Flucht. Viele emigrierten nach Ägypten oder nach Italien. Quelle: Google-KI
1890-2020: Fast 4500 Menschen werden in den USA auf dem „Elektrischen Stuhl“ hingerichtet. Die römisch-katholische Kirche hielt zunächst diese Methode für humaner als das Erhängen. Nachdem fürchterliche Fälle bekannt wurden, bei denen mehrere und lange Stromstöße zur Tötung notwendig waren, wurden häufiger Giftspritzen verwendet. Seit Papst Johannes Paul II. lehnt die katholische Kirche die Todesstrafe generell ab. Das ist verwunderlich, weil der Gott des Alten Testaments sie ja für eine Vielzahl von Taten gefordert und selbst exzessiv Menschen getötet hat oder töten ließ. Etwa 75% der „weißen“ Evangelikalen befürworten die Todesstrafe.
1902 kam es im damals zum russischen Reich gehörenden Tschenstochau (Częstochowa) zu einem schweren antisemitischen Pogrom. Nach einem Streit zwischen einem jüdischen Ladenbesitzer und einer christlichen Kundin griff ein Mob jüdische Geschäfte an. Dabei wurden 14 Juden und ein Gendarm getötet, zahlreiche Geschäfte und Wohnungen jüdischer Einwohner wurden verwüstet. Google
1916: Unter Benedikt XVI. ergeht in Rom bezüglich Kondomverkehrs in der Ehe die Anweisung, die Frau müsse Widerstand leisten „wie gegenüber einem Vergewaltiger“.
1920-1923: Griechisch-orthodoxe Christen erobern Gebiete in Anatolien. Dabei werden Sunniten vertrieben oder umgebracht. Nach und nach mehr Gegenwehr durch die Türken und schließlich Rückeroberungen mit Vertreibung und Tötung von Griechen sowie Zwangsumsiedlungen, um ethnisch bzw. religiös homogene Gebiete herzustellen. Betroffen waren ganz überwiegend Zivilisten. Näheres: Wikipedia.
1922: Der Revisionsantrag des Berliner Verlegers Fritz Gurlitt gegen eine Geldstrafe und die Beschlagnahme von Büchern aus seinem Verlag (u.a. Werke von Schiller, Gottfried August Bürger, Lovis Corinth und Heinrich Zille) auf Grund des Gotteslästerungsparagraphen wird durch Urteil des Reichsgerichts verworfen. Google meint dazu: „Den klassischen Gotteslästerungsparagraphen in Deutschland gab es seit 1871 im Reichsstrafgesetzbuch (§ 166). Er wurde 1969 grundlegend reformiert, sodass seither nicht mehr der Schutz Gottes selbst, sondern nur noch die Störung des öffentlichen Friedens durch Religionsbeschimpfung unter Strafe steht.“
1922-1998: Neuntausend tote Kleinkinder und Babys: Das ist die Bilanz von 18 katholischen Heimen, in die rund 56.000 ledige schwangere Irinnen zwischen 1922 und 1998 eingewiesen worden waren, weil sie nicht den gängigen Moralvorstellungen entsprachen. … In mehr als 6.000 Fällen zwischen 1950 und 1973 wurden die Babys den Müttern weggenommen und an kinderlose Paare in den USA, Großbritannien und Deutschland verkauft.
https://taz.de/Katholische-Mother-and-Baby-Homes/!5739051/
In einer Kloake neben einem katholische Mutter-Kind-Heim wurden 798 Skelette von Säuglingen und Kleinkindern gefunden.
https://www.youtube.com/watch?v=Qjm9q97cFtE .
Großartiger Film: Die unbarmherzigen Schwestern. https://www.youtube.com/watch?v=xO567U3oXuc&t=242s .
Großartiger Film: Philomena: https://www.youtube.com/watch?v=AVJw8AcRgo8
WDR (2025): Die Nonnen und die toten Kinder von Tuam. Irlands Umgang mit den Verbrechen an unehelichen Kindern. https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/podcast/weltweit/fsk0/335/3350898/3350898_63732235.mp3
1929: Ante Pavelic gründet die Ustascha-Partei, um den jugoslawischen Staat zu zerstören und „das Reich Gottes“ als „Unabhängiges Kroation“ zu gründen, in dem nur Katholiken eine Existenzberechtigung haben sollten.
1929: Papst Pius XI. nennt den faschistischen Diktator Mussolini den Mann, „den uns die Vorsehung gesandt hat“, Er befiehlt allen Priestern täglich für den Duce zu beten.
1930: Papst Pius XI. erlässt die Enzyklika „Casti connubii“ gegen die Verhütung. Die Enzyklika verdammt diejenigen Eheleute, die „aus Widerwillen gegen den Kindersegen die Last vermeiden, aber trotzdem die Lust genießen wollen!“ Aber es gäbe keinen noch so schwerwiegenden Grund, der die Empfängnisverhütung rechtfertigen können. Onan sei deswegen von Gott getötet worden. (Was nicht jeder gleich kapiert: Onan hat nicht onaniert. WK)
1933: Beginn der Judenverfolgung durch die Nazis; bis 1945 protestiert kein einziger deutscher Bischof öffentlich; auch nicht gegen die Verfolgung von Zeugen Jehovas, Sinti, Roma, Liberalen, Demokraten und Kommunisten. Hitler und dessen Kriegspolitik wurden von den Kirchen unterstützt.
Umfangreiche Dokumentation: https://reimbibel.de/Kirche-im-Dritten-Reich.htm
1933: Der Linzer Bischof Gföllner wettert in einem Hirtenbrief gegen das „entartete Judentum“ und „seinen überaus schädlichen Einfluß auf fast allen Gebieten des modernen Kulturlebens“. Der Kampf dagegen sei eine Gewissenspflicht jedes überzeugten Christen.
1938: „Am Tage der Volksabstimmung ist es für uns Bischöfe selbstverständliche nationale Pflicht, uns als Deutsche zum Deutschen Reich zu bekennen, und wir erwarten auch von allen gläubigen Christen, daß sie wissen, was sie ihrem Volke schuldig sind.“
Feierliche Erklärung der österreichischen Bischöfe, Wien, 18.3.1938
1938: Mussolini empfängt 72 Bischöfe und 2340 Pfarrer im Palazzo Venetia, wo der Erzbischof Nogara in einer Rede Gott bittet, dem Duce in allen Schlachten beizustehen zum Gedeihen des christlichen Italien.
1939-1942: Die Liste der Deportationszüge ab Wien Aspangbahnhof führt alle Züge auf, mit denen in den Jahren 1939 bis 1942 mehr als 45.000 Männer, Frauen und Kinder jüdischen Glaubens oder jüdischer Herkunft in Ghettos und Konzentrationslager in Mittel- und Osteuropa deportiert wurden. Nur wenige überlebten, die meisten wurden ermordet oder starben an den unmenschlichen Haft- und Transportbedingungen.
1939-1975: Die spanische katholische Kirche unterstützt den durch einen Militärputsch an die Macht gekommenen Diktator Franco.
1939-ca. 1990: Mit Hilfe der katholischen Kirche werden in Spanien bis zu 300.000 armen oder regimekritischen Müttern ihre (angeblich gestorbenen) Babys geraubt und an Katholiken verkauft. https://reimbibel.de/spa.pdf .
1940: In einem Hirtenbrief vom 7. Oktober fordern die belgischen Bischöfe zur Anerkennung der Autorität der deutschen Besatzungsmacht zum Gehorsam auf.
1941: „Mit Bewunderung schauen wir auf unser Heer, das im heldenhaften Ringen unter hervorragender Führung beispiellose Erfolge erzielt hat und weiterhin erzielt. Wir danken Gott für seinen Beistand. Gerade als Christen sind wir entschlossen, unsere ganze Kraft einzusetzen, damit der endgültige Sieg unserem Vaterland gesichert werde. Gerade als gläubige, von der Liebe Gottes durchglühte Christen stehen wir treu zu unserem Führer, der mit sicherer Hand die Geschicke unseres Volkes leitet.“
(Maximillian Kaller, Bischof von Ermland in Ostpreußen, Hirtenbrief vom 25.1.1941)
1941 bis 1943: Unter Ante Pavelic katholisch-faschistisch motivierte und vom Vatikan tolerierte Gräueltaten gegen Serben, Juden und Roma sowie Zwangskonvertierungen. Mindestens 600.000 Menschen werden von katholischen Kroaten, darunter Franziskanern, ermordet; 299 Kirchen werden zerstört. Allein in Grubisno Polje werden unter Mitwirkung des katholischen Pfarrers 504 Serben verhaftet und in Lager gebracht. Die meisten von ihnen werden ermordet. Ziel war es, einen ethnisch reinen kroatischen Staat zu schaffen, indem die serbische Minderheit physisch vernichtet oder vertrieben wurde. https://de.wikipedia.org/wiki/Ustascha 1941 meldet Radio Zagreb: „Im unabhängigen Kroatien gibt es keine Serben und keine sogenannte serbisch-kroatische Kirche. Es kann keine Serben und Orthodoxie in Kroatien geben, die Kroaten werden sobald als möglich dafür sorgen.“ Offen proklamiert das Bistumsblatt von Erzbischof Saric in Sarajevo, den Katholizismus zu verkünden mit Kanonen, Maschinengewehren und Bomben.
1941: Im Dorf Kosuti werden 24 Partisanen ins Gefängnis in Sinj geworfen, wo sie acht Tage ohne Nahrung und Wasser in einem Kohlenkeller lagen. Der Franziskaner-Frater Ivan Hristic trat mit den Füßen auf die gefesselten Partisanen ein, zog einen Revolver und steckte ihn dem Gefangenen Borozan in den Mund. Franziskaner-Frater Stanko Milanovic hielt ihn mit den Worten zurück: „Mach dir deine Hände nicht an diesem Dreck schmutzig. Da trat Frater Ristic dem Borozan mit dem Fuß ins Gesicht und schlug ihm dabei zwei Zähne aus. Die 24 Partisanen wurden zum Tode verurteilt, das Urteil in Anwesenheit mehrerer Franziskaner-Fratres vollzogen. … „Hunderte serbische Männer wurden in der serbisch-orthodoxen Kirche von Glina zusammengetrieben und massakriert. Ljuban Jednak überlebte schwer verletzt unter den Leichen.“ Google
1942: Im Juli 1942 verübte die faschistische Ustascha-Miliz (insbesondere die Schwarze Legion unter Jure Francetić) ein brutales Massaker an der serbischen Zivilbevölkerung im bosnischen Dorf Urije bei Donji Vakuf. Google
1942: Mit der Gründung von drei Sonderlagern für Kinder in Gornja Rijeka, Jastrebarsko und Sisac begann der Höhepunkt der Vernichtungsaktion gegen serbische und jüdische Kinder. Das Lager Jastrebarsko stand unter der Leitung von Ordensschwestern der Kongregation „Heiliger Vinko Paulski“ mit Barto Pulheri als Leiterin, die sich durch besonders grausames Vorgehen gegen diese Kinder hervortat. 3236 Kinder gingen durch ihre Hand,768 von ihnen starben laut Aussage des Aufsehers des Ostfriedhofs.
1942: Das Massaker von Banja Luka war ein Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkriegs. In der Gegend von Banja Luka wurden 2.300 Serben – meist Frauen und alte Männer sowie 500 Kinder – am 7. Februar 1942 getötet. Das Massaker wurde von Einheiten der faschistischen Ustascha unter Führung von Josip Mišlov und des römisch-katholischen Priesters, Militärgeistlichen und Franziskaners Miroslav Filipović verübt.
1942: Mit Transport Nr. 20 vom 17. August 1942 werden circa 530 jüdische Kinder und 470 Erwachsene vom Sammellager Drancy in Frankreich in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Alle 530 Kinder dieses Transports werden unmittelbar nach der Ankunft in den Gaskammern ermordet. Google. Der päpstliche Nuntius in Paris, Valerio Valeri, hatte am 5. August dem Kardinalstaatssekretär in Rom von ähnlichen Transporten berichtet. Rom schwieg.
1943: Als die Bomben die polnischen Städte zerstörten … schwieg der Vatikan, auf den immer alle Blicke gerichtet waren, tat, als wisse er nicht, was in Polen, Dänemark, Belgien, Holland, Frankreich, Norwegen, Griechenland, Jugoslawien geschah.“ Polnische Zeitung „Freiheit“ (Wolnosc)
1944: „Wenn Armeen von Soldaten kämpfen, dann muss ein Armee von Betern hinter der Front stehen.“
(Joseph Otto Kolb, Erzbischof von Bamberg)
1945: Rattenlinien (englisch ratlines) war die von US-amerikanischen Geheimdienst- und Militärkreisen geprägte Bezeichnung für Fluchtrouten führender Vertreter des NS-Regimes, Angehöriger der SS und der Ustascha nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Aufgrund einer aktiven Beteiligung hochrangiger Vertreter der katholischen Kirche an den Fluchtrouten trugen sie bis zum Eingreifen des US-amerikanischen Geheimdienstes den Namen „Klosterrouten“. Die Fluchtrouten führten über Italien (meist von Südtirol nach Genua) oder über Spanien (das unter Herrschaft des mit Hitler sympathisierenden Diktators Franco stand) nach Südamerika und dort hauptsächlich nach Argentinien. Unter den Flüchtigen befanden sich unter anderem Klaus Barbie, Adolf Eichmann, Josef Mengele und Ante Pavelić. Wikipedia
1945: Katholisches Volk, wir freuen uns, daß du dich in so weitem Ausmaße von dem Götzendienst der brutalen Macht freigehalten hast. Wir freuen uns, daß so viele unseres Glaubens nie und nimmer ihre Knie vor Baal gebeugt haben. Wir freuen uns, daß diese gottlosen und unmenschlichen Lehren auch weit über den Kreis unserer katholischen Glaubensbrüder hinaus abgelehnt wurden. Und dennoch: Furchtbares ist schon vor dem Krieg in Deutschland und während des Krieges durch Deutsche in den besetzten Ländern geschehen. Wir beklagen es zutiefst: Viele Deutsche, auch aus unseren Reihen, haben sich von den falschen Lehren des Nationalsozialismus betören lassen, sind bei den Verbrechen gegen menschliche Freiheit und menschliche Würde gleichgültig geblieben; viele leisteten durch ihre Haltung den Verbrechen Vorschub, viele sind selber Verbrecher geworden. Schwere Verantwortung trifft jene, die aufgrund ihrer Stellung wissen konnten, was bei uns vorging, die durch ihren Einfluß solche Verbrechen hätten verhindern können und es nicht getan haben, ja diese Verbrechen ermöglicht und sich dadurch mit den Verbrechern solidarisch erklärt haben.“
Hirtenbrief der katholischen deutschen Bischöfe, 23.8.1945
(Fast alle deutschen Bischöfe haben Hitler und dessen Kriege unterstützt, kein einziger Bischof hat öffentlich gegen diese Kriege oder die Abschaffung der Demokratie oder die Verfolgung und Ermordung von Juden, Sinti, Roma, Kommunisten Sozialdemokraten und Homosexuellen protestiert. Kein einziger deutsche Bischof ist wegen seines Verhaltens im Dritten Reich verurteilt worden.)
ca. 1945 bis1975: „Heimerziehung“ mit Zwangsarbeit, schwarzer Pädagogik und sexuellen Übergriffen. Zigtausende von Opfern in Deutschland, Irland und Kanada. Indianischen Kanadiern wurden ihre Kinder weggenommen; über 3000 Kinder kamen in Heimen ums Leben. www.reimbibel.de/L3.htm
1945-1980: Belgische. Ordensschwestern verkaufen 30.000 Säuglinge lediger Mütter für 10.000 bis 30.000 Francs.
https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2023-12/belgien-bischoefe-entschuldigung-verkauf-kinder-podcast.html
1950-1997: Die katholische Nonne „Mutter“ Teresa leitet in Kalkutta einen Orden. Sie hat Spendengelder, mit denen sterbenden Hindus geholfen werden sollte, veruntreut und sich am Leiden der Sterbenden ergötzt, statt diesen Schmerzmittel zu geben. https://reimbibel.de/mutter-teresa .
1953: Konkordat zwischen dem Vatikan und Spanien, das die katholische Religion zur einzigen Religion in Spanien erklärt. Katholischer Religionsunterricht wird Pflichtfach in allen Schulen. Der Staat wird zu großen finanziellen Leistungen für die Kirche verpflichtet.
1968: Papst Paul VI. („Pillen-Paul“) verbietet die Verhütung durch Hormonpillen und Kondome. Sie stünden „im Gegensatz zum Naturgesetz und zum göttlichen Gesetz.“ Dies hat bis heute die Ausbreitung von AIDS und weiteren sexuell übertragbaren Krankheiten begünstigt und zu Millionen von unerwünschten Schwangerschaften geführt.
Ab 1978 warfen Journalisten der Vatikanbank (IOR) vor, in massive internationale Finanz- und Politskandale verwickelt zu sein. Im Zentrum standen dabei illegale Geldwäsche für die Mafia, der Missbrauch geheimer Nummernkonten sowie dubiose Kredit- und Spekulationsgeschäfte.
1978-2005: Missbrauchsvertuschung durch Papst Johannes Paul II. www.reimbibel.de/Johannes-Paul-Marcial-Maciel-Degollado.pdf
1982-2005: Missbrauchsvertuschung durch Kardinal Joseph Ratzinger https://reimbibel.de/tilly3
Als Präfekt der Glaubenskongregation war Kardinal Ratzinger an der weltweiten Vertuschung von sexuellen Übergriffen katholischer Priester beteiligt. Ihm lag immer das Ansehen seiner Kirche und das Wohlergehen der Täter mehr am Herzen als das Wohl der schon geschädigten sowie der weiterhin gefährdeten Kinder und Jugendlichen. Als Papst Benedikt XVI. (2005-2013) hat Herr Dr. theol. Ratzinger erneut alle katholischen Bischöfe angewiesen, Sexualverbrechen durch Kleriker als „päpstliches Amtsgeheimnis“ zu behandeln. https://reimbibel.de/Ratzinger-Missbrauch.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_in_der_römisch-katholischen_Kirche
1983: Der Präfekt der vatikanischen Kongregation für den Glauben, Kardinal Joseph Ratzinger, bestätigt, dass der Beitritt zu den Freimaurern eine schwere Sünde ist. Von 1738 bis 1902 wurden den Katholiken bei Strafe der Exkommunikation die Mitgliedschaft bei den Freimaurern und in weiteren Geheimbünden durch 19 päpstliche Bullen verboten. In vielen Ländern wurden daraufhin Freimaurer verfolgt, verhaftet und zu Gefängnisstrafen verurteilt.
1987-2009: Umfangreiche Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Kongo und im Südsudan durch die von Joseph Kony angeführte Lord´s Resistance Army (LRA): https://de.wikipedia.org/wiki/LRA-Konflikt
1992: Der umfangreiche Katechismus der Katholischen Kirche wird veröffentlicht. Auftraggeben: Johannes Paul II., Leiter der Bischofskommission: Kardinal Joseph Ratzinger. Darin steht u.a. dieser fürchterliche Satz: „Die Lehre der Kirche sagt, daß es eine Hölle gibt und daß sie ewig dauert. Die Seelen derer, die im Stand der Todsünde sterben, kommen sogleich nach dem Tod in die Unterwelt, wo sie die Qualen der Hölle erleiden, „das ewige Feuer“.
Zur Selbstbefriedigung heißt es: Masturbation ist die absichtliche Erregung der Geschlechtsorgane, mit dem Ziel, geschlechtliche Lust hervorzurufen. „Tatsache ist, daß sowohl das kirchliche Lehramt in seiner langen und stets gleichbleibenden Überlieferung als auch das sittliche Empfinden der Gläubigen niemals gezögert haben, die Masturbation als eine in sich schwere ordnungswidrige Handlung zu brandmarken“, weil „der frei gewollte Gebrauch der Geschlechtskraft, aus welchem Motiv er auch immer geschieht, außerhalb der normalen ehelichen Beziehungen seiner Zielsetzung wesentlich widerspricht“.
2008 erhob der österreichische Arzt Dr. Rainer Brandl schwere Vorwürfe gegen kirchliche Hilfswerke, wonach deutsche und österreichische Spendengelder in Tansania durch Misswirtschaft und einen lokalen Bischof (Shadrack Manyiewa) veruntreut worden seien. Durch die Schließung einer Aids-Station in Bulongwa seien Patienten gestorben. Die Hilfswerke hätten trotz genauer Kenntnis der Missstände seit 2006 zu spät oder gar nicht juristisch reagiert. Google. Es wurden 300.000 € veruntreut, die die nordelbische Kirche an Spenden gesammelt hatte. Darunter 60.000 € für einen Geländewagen für den Bischof.
2012: Erlaubnis der religiös motivierten Beschneidung der Vorhaut von Knaben durch § 1631d BGB, nachdem das Kölner Landgericht darin zurecht eine Körperverletzung gesehen hatte. www.reimbibel.de/Beschneidung.htm https://reimbibel.de/tilly2
2007: Informativer, aber stark tendenziöser Bericht des SWRs über das hochmittelalterliche Inquisitionsverfahren, in dem an vielen Stellen versucht wird, die katholische Kirche zu entlasten. Davon, dass es durch das Androhen und Praktizieren der Folter regelmäßig zu falschen Geständnissen, falschen Belastungen anderer Menschen (die dann oft auch gefoltert wurden) und hohen Einnahmen der Inquisitoren, der Kirche und des Staats kam, ist nicht die Rede. https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/geschichte_der_inquisition/pwieverlaufeinesinquisitionsverfahrens100.html
ab 2013: Missbrauchsvertuschung durch Papst Franziskus. www.reimbibel.de/missbrauchsvertuschung-durch-papst-franziskus
2015: Verbot der auf Wiederholung angelegten (professionellen) Suizidhilfe durch § 217 StGB unter Mitwirkung der CDU/CSU, großer Teile der SPD sowie sämtlicher ständiger Verfassungsorgane. § 217 war ein stark religiös motiviertes Verbrechen gegen die Menschlichkeit: https://217stgb.com .. Annulierung des Strafgesetzes wegen Verfassungswidrigkeit erst nach über vier Jahren. Noch heute ist es schwierig bis aussichtslos, zur Abkürzung aussichtslosen Leidens vor dem Tod in Deutschland einen erfahrenen ärztlichen Suizidhelfer zu finden. Ein von Lars Castellucci (SPD) 2023 dem Bundestag vorgelegter und erneut verfassungswidriger § 217 fand 2023 keine Mehrheit.
2022: Es glaubt der fromme Putinist, dass Putin Russlands Retter ist. Unterstützung des Völkermords in der Ukraine durch Kyrill I., Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, als heiligen Krieg: https://reimbibel.de/kyrill .
2024: Hochrechnung zum Missbrauch in der Evangelischen Kirche (EKD): 3497 Täter, 9355 Opfer. Laut den Verfassern ist das nur die Spitze der Spitze des Eisbergs.
2025: Die EKD scheint noch dreister und uneinsichtiger zu sein als die katholischen Missbrauchsvertuscher:
https://hpd.de/artikel/missbrauch-evangelische-kirche-mehr-120-neue-verdachtsfaelle-22781 .
Ende 2025: Die „weißen“ evangelikalen Christen der USA wählen zu ca. 81% Donald Trump und ermöglichen damit verbrecherischen Irrsinn wie die Bombardierung Teherans und Trumps Drohung mit der Auslöschung der iranischen Zivilisation.
Auslöser: Ein kleiner Alltagsstreit auf dem Markt schaukelte sich durch Gerüchte zu Gewalttätigkeiten hoch.
Dieser Auszug enthält natürlich viele Lücken. Zu den Schandtaten von Kaisern und Päpsten empfehle ich den folgenden Artikel von Roland Fakler: Wie das Christentum durch Kaiser und Päpste verbreitet wurde: https://rolandfakler.de/kaiser-und-paepste/ . WK
Karlheinz Deschner: Abermals krähte der Hahn. Eine kritische Kirchengeschichte. Taschenbuch, 800 S.
Karlheinz Deschner: Kriminalgeschichte des Christentums, 9 Bände, ca. 6.000 Seiten.
Kurzes Video zu Deschner und dessen Kriminalgeschichte des Christentums: https://www.youtube.com/watch?v=OtzOYKk8zM8 .
Rainer Schepper: Das ist Christentum. Angelika Lenz Verlag, 1999